Kimono Grün
Kimono Grün – Ratgeber & Wissenswertes
Ein Kimono Grün nimmt in der japanischen Farbwelt eine Sonderstellung ein: Bis in die Heian-Zeit hinein gab es kein eigenes Wort für Grün, denn Ao bezeichnete Blau und Grün zugleich, und Midori bedeutete zunächst nur „frisch“ oder „sprießend“. Auch färberisch ist Grün eine zusammengesetzte Farbe. Kein einheimischer Naturfarbstoff liefert Grün direkt; jeder grüne Kimono aus traditioneller Färbung entsteht aus zwei Gängen, einem gelben aus Kariyasu, Kihada oder Kuchinashi und einem blauen aus Indigo. Erst aus dem Verhältnis der beiden Bäder ergeben sich die zahllosen Nuancen von Moegi über Matcha-iro bis Koke-iro.
Dieser Text erklärt die Herkunft der Farbwörter, die Färbetechnik mit Kariyasu und Indigo, die wichtigsten Grüntöne mit ihren japanischen Namen, die Rolle von Grün in den Farbschichtungen des Hofes, die Bindung an Frühling und Sommer, typische Muster wie Bambus und Kiefer, die Kombination mit dem Obi, Schnitte für Damen und Herren, Materialien, Größen in Zentimetern sowie die Pflege lichtempfindlicher Grüntöne. Ein Vergleich mit Yukata und Haori, häufige Fragen und ein Glossar schließen die Übersicht ab.
Kimono Grün: Midori, Ao und die Farbe zwischen Blau und Grün
Im Altjapanischen gab es vier Grundfarbwörter: Aka (hell, rot), Kuro (dunkel, schwarz), Shiro (klar, weiß) und Ao (unbestimmt, blau bis grün). Grün war kein eigener Bereich, sondern ein Teil von Ao. Das Wort Midori stammt von einem Verb für „sprießen“ und beschrieb zuerst junge Triebe und feuchte Frische, weshalb ein Säugling bis heute Midorigo, „grünes Kind“, heißen kann. Erst in der Heian-Zeit wurde Midori zu einem Farbwort; die strikte Trennung von Blau und Grün setzte sich erst im 20. Jahrhundert durch. Für einen grünen Kimono bedeutet das: Viele historische Farbnamen mit Ao im Wort, etwa Aotake-iro (Grün des jungen Bambus) oder Ao-ni (Grün-Ocker), bezeichnen aus heutiger Sicht eindeutig grüne Töne.
Kimono Grün und die Farbnamen der Natur
Japanische Grüntöne sind fast ausnahmslos nach Pflanzen, Tieren oder Mineralien benannt: Wakaba (junges Blatt), Wakakusa (junges Gras), Yanagi (Weide), Koke (Moos), Matcha (Pulvertee), Uguisu (Buschsänger), Hisui (Jade), Rokushō (Grünspan). Der Name verweist auf die Jahreszeit, in der die Pflanze so aussieht, und legt fest, wann ein grüner Kimono dieses Tons als passend gilt.
Kimono Grün färben: Kariyasu und Indigo übereinander
Da Grün nicht als einzelner Farbstoff vorliegt, arbeiteten japanische Färber mit dem Prinzip Kasane-zome, dem Überfärben. Der Stoff erhält zuerst ein Gelb und anschließend ein Blau, oder in umgekehrter Reihenfolge. Das Ergebnis hängt von der Konzentration beider Bäder, der Zahl der Tauchgänge und der Reihenfolge ab. Ein grüner Kimono aus dieser Technik zeigt daher selten ein flaches, gleichmäßiges Grün, sondern ein Grün mit sichtbarem Gelb- oder Blauanteil, je nachdem, welches Bad dominiert.
Kariyasu: das Gelb für den Kimono Grün
Kariyasu (Miscanthus tinctorius) ist ein Gras aus der Familie der Chinaschilfe, dessen getrocknete Halme ein klares, leicht grünstichiges Gelb liefern. Der Farbstoff wird ausgekocht, der Stoff darin gefärbt und mit Alaun oder Holzasche gebeizt. Alternativ dienten die Rinde des Amur-Korkbaums (Kihada), die Frucht der Gardenie (Kuchinashi) oder die Blütenknospen des Schnurbaums (Enju) als Gelbquelle. Kariyasu gilt als besonders lichtbeständig unter den Pflanzengelben und wurde deshalb bevorzugt für Gewebe verwendet, die lange getragen werden sollten.
Zweiter Gang im Indigo: So wird der Kimono Grün
Nach dem Gelb folgt das Indigobad. Der vorgefärbte Stoff wird kurz in die fermentierte Küpe getaucht, herausgenommen und an der Luft oxidiert. Ein einziger kurzer Tauchgang über kräftigem Gelb ergibt Moegi, ein helles Gelbgrün. Mehrere Tauchgänge verschieben die Farbe zu Tokiwa oder Fukamidori, tiefen Blaugrünen. Wer zuerst blau und dann gelb färbt, erhält eher gedeckte, olivige Töne wie Uguisu. Ein grüner Kimono aus zwei Naturfarbstoffen ist deshalb nie exakt reproduzierbar, was in der traditionellen Färberei als Qualität und nicht als Mangel gilt.
Grüntöne des Kimono Grün: Matcha, Moos, Jade und Weide
Die folgende Übersicht ordnet gebräuchliche japanische Grüntöne nach Helligkeit und Anteil von Gelb oder Blau. Die Zuordnung zu Jahreszeiten folgt der Herkunft des Namens.
| Japanischer Name | Bedeutung | Charakter | Typische Verwendung |
|---|---|---|---|
| Moegi | sprießendes Gelbgrün | hell, gelbstichig | Frühling, junge Frauen, Hoftracht |
| Wakaba-iro | junges Blatt | hell, frisch | April bis Juni |
| Yanagi-iro | Weide | hell, leicht grau | Frühling, Kasane no Irome |
| Matcha-iro | Pulvertee | gedeckt, gelblich | Teezeremonie, Iromuji, ganzjährig |
| Uguisu-iro | Buschsänger | oliv, bräunlich | Herrenkimono, Alltag |
| Koke-iro | Moos | dunkel, gelbgrün | Herbst, Winter, Herren |
| Hisui-iro | Jade | klar, leicht bläulich | Sommer, festliche Anlässe |
| Seiji-iro | Seladon | blass, blaugrau-grün | Sommer, Ro- und Sha-Gewebe |
| Aotake-iro | junger Bambus | mittel, bläulich | Sommer, Yukata |
| Rikyū-nezumi | Rikyū-Grau | grau mit Grünstich | Teezeremonie, Herren, Damen ab mittlerem Alter |
| Tokiwa-iro | immergrün | tief, satt | Winter, Neujahr |
| Chitose-midori | tausendjähriges Grün | sehr dunkel | Herren, formelle Kleidung |
Kimono Grün in Moegi: die Farbe der Jugend
Moegi war in der Heian-Literatur die Farbe junger Höflinge und in der Edo-Zeit die Farbe junger Frauen. Das Genji Monogatari erwähnt Moegi mehrfach als Gewandfarbe im Frühling. Weil der Ton hell und gelbstichig ist, galt er später als zu jugendlich für ältere Trägerinnen, die zu Rikyū-nezumi oder Koke-iro wechselten. Diese Altersstaffelung ist heute nur noch eine lose Konvention.
Kimono Grün in der Kasane no Irome
Am Hof der Heian-Zeit trugen Damen bis zu zwölf Schichten ungefütterter Gewänder übereinander. Die Kunst lag in der Farbfolge der Kanten, die am Kragen und an den Ärmeln sichtbar wurde. Diese Kombinationen hießen Kasane no Irome und waren nach Pflanzen benannt. Grün erschien in vielen Frühlingsfolgen: Yanagi kombinierte Weiß außen mit Grün innen, wie die Weide mit hellen Kätzchen über grünem Laub. Matsu setzte ein tiefes Grün über Purpur, eine Folge für den Winter und das Neujahrsfest. Wakakusa legte helles Gelbgrün über ein etwas tieferes Grün. Ein grüner Kimono von heute nimmt dieses Prinzip in verkleinerter Form auf: Der Kragen des Nagajuban, der Obiage und die Innenseite des Ärmels bilden schmale Farbkanten, die zu Grün passen oder mit ihm kontrastieren.
Kimono Grün und die Farbfolgen des Frühlings
Die Quellen zu den Kasane no Irome widersprechen sich im Detail, denn die Kombinationen wurden mündlich und in Familientraditionen weitergegeben. Übereinstimmend gilt Grün darin als Farbe des Wachstums, die zwischen dem Rosa der Pflaumen- und Kirschblüte und dem Purpur der Glyzinie vermittelt. Wer heute einen grünen Kimono mit einem rosafarbenen Obiage trägt, folgt unbewusst der Folge Sakura, in der Weiß und Rosa über Grün liegen.
Kimono Grün im Frühling: Wakaba und Shinryoku
Der japanische Kalender kennt für das Grün des Frühlings mehrere Kigo, Jahreszeitenwörter der Haiku-Dichtung: Wakaba (junges Blatt), Shinryoku (neues Grün) und Aoba (grünes Blatt) bezeichnen die Wochen von Ende April bis Anfang Juni, wenn die Wälder frisch austreiben. Ein grüner Kimono in Moegi, Wakaba-iro oder Yanagi-iro gehört genau in diese Zeit. Getragen wird er als Awase, als gefütterter Kimono, bis Ende Mai, danach als Hitoe, als ungefütterter Kimono, im Juni. Muster auf grünem Grund zeigen jetzt Glyzinien, Schwertlilien oder junge Ahornblätter. Ab Juli wirkt helles Gelbgrün verspätet, weil die Natur bereits in ein dunkleres Sommergrün übergegangen ist.
- März bis April: helles Grün als Kontrast zu Kirschblütenmustern, häufig als Obi oder Haori zu einem Kimono in Rosa oder Elfenbein.
- Mai: Moegi und Wakaba-iro als Grundfarbe, Muster mit Glyzinie (Fuji), Schwertlilie (Ayame, Kakitsubata) und Iris.
- Juni: Hitoe in Yanagi-iro oder Seiji-iro, Muster mit Hortensie (Ajisai) und Regen.
Kimono Grün im Sommer: Ro, Sha und Aotake
Im Juli und August wechselt der Kimono in die Kategorie Usumono, die durchsichtigen Gewebe. Ro ist eine Gaze mit regelmäßigen Querstreifen offener Bindung, Sha eine durchgehend offene Dreherbindung. In diesen Geweben erscheinen Grüntöne besonders hell, weil das weiße Nagajuban durchschimmert. Bevorzugt werden bläuliche Grüne wie Aotake-iro, Hisui-iro und Seiji-iro, die Kühle suggerieren. Auf dem grünen Sommerkimono finden sich Muster aus Bambusblättern, Wasserläufen, Libellen und Windglöckchen. Für einen Sommer Kimono aus Baumwolle oder Leinen gilt dieselbe Farblogik, nur ohne die Formalität der Seide.
Kimono Grün als Yukata
Der Yukata aus Baumwolle trägt Grün seltener als Indigoblau, weil grüne Baumwollfärbung historisch zwei Arbeitsgänge verlangte und teurer war. Moderne Yukata mit Reaktivfarbstoffen kennen diese Grenze nicht. Verbreitet sind heute weiße Yukata mit grünen Bambus- oder Grasmustern sowie dunkelgrüne Grundstoffe mit weißen Blüten. Ein Yukata in Grün wird mit einem Hanhaba-Obi in Gelb, Weiß oder Violett gebunden.
Muster auf dem Kimono Grün: Bambus, Kiefer und Take
Zu Grün passen in der japanischen Musterlogik vor allem Pflanzenmotive, die selbst grün sind, weil das Muster dann in Ton-in-Ton-Abstufungen oder in Weiß, Gold und Silber auf dem Grund liegen kann. Die drei wichtigsten sind Bambus, Kiefer und Bambusgras.
Take: Bambus auf dem Kimono Grün
Take, der Bambus, steht für Geradheit, Biegsamkeit und Beständigkeit, weil er unter Schnee nicht bricht. Auf einem grünen Kimono erscheint er als Halm mit Knoten in senkrechter Anordnung, als dichtes Blattwerk oder als stilisiertes Sasa, das Bambusgras mit schmalen Blättern. Ein Muster aus Bambus in Weiß auf Aotake-iro ist ein klassisches Sommerthema, Bambus in Gold auf Tokiwa-iro ein Neujahrsmotiv.
Matsu: die Kiefer auf dem grünen Kimono
Matsu, die Kiefer, ist das Symbol für langes Leben und Standhaftigkeit, weil sie das ganze Jahr grün bleibt. Als Muster tritt sie in mehreren Formen auf: Wakamatsu, junge Kiefer mit kurzen Nadelbüscheln, für den Jahresbeginn; Oimatsu, alte Kiefer mit knorrigem Stamm, für Hochzeiten und formelle Kimono; Matsuba-chirashi, verstreute Kiefernnadelpaare, als dezentes Allover-Muster. Ein grüner Kimono mit Kiefernmuster ist deshalb nicht saisonal gebunden und eignet sich für den Winter ebenso wie für Feste.
Shōchikubai: Kiefer, Bambus und Pflaume auf dem Kimono
Die Kombination der „drei Freunde des Winters“ vereint Kiefer, Bambus und Pflaumenblüte. Auf grünem Grund tragen die beiden Grünpflanzen den Grund, die rosa oder weiße Pflaumenblüte setzt den Akzent. Das Muster gehört zu Neujahr, Hochzeiten und dem Seijin-shiki, dem Fest der Volljährigkeit, und gilt als eines der glückverheißendsten überhaupt.
Weitere Muster auf dem Kimono Grün
- Fuji (Glyzinie): violette Trauben auf hellem Grün, April bis Mai.
- Kikkō (Schildkrötenpanzer): Sechsecke, oft in Gold auf Dunkelgrün, formelle Kimono.
- Seigaiha (Wellen): blaugrüne Bögen, Sommer.
- Asanoha (Hanfblatt): geometrisches Sternmuster, Yukata und Kinderkimono.
- Momiji (Ahorn): grüne Blätter im Frühsommer, rote im Herbst, häufig beides zusammen.
- Tsuyukusa (Tagblume): blaue Blüten auf grünem Grund, Regenzeit.
Kimono Grün mit Obi kombinieren
Der Obi bestimmt, ob ein grüner Kimono ruhig oder kontrastreich wirkt. Grün liegt im Farbkreis zwischen Gelb und Blau; die Komplementärfarbe ist Rot. In der japanischen Praxis wird der Komplementärkontrast selten in voller Stärke gesetzt, sondern über abgeschwächte Töne wie Ziegelrot, Altrosa oder Aprikose. Die Regel Ichi-Ni-San (eins, zwei, drei) verteilt die Aufmerksamkeit: Der Kimono trägt die Grundfarbe, der Obi eine zweite Farbe, Obijime und Obiage eine dritte, die eine der beiden aufgreift oder scharf kontrastiert.
| Grundton des Kimono | Obi | Obijime und Obiage | Wirkung |
|---|---|---|---|
| Moegi (helles Gelbgrün) | Weiß oder Elfenbein mit Gold | Rosa oder Violett | frühlingshaft, festlich |
| Matcha-iro (gedecktes Grün) | Rostrot oder Ziegel | Karamell oder Senf | warm, herbstlich, Teezeremonie |
| Koke-iro (Moosgrün) | Silbergrau oder Beige | Weinrot | ruhig, Herren und Damen |
| Hisui-iro (Jade) | Weiß mit Silber | Hellblau oder Lavendel | kühl, Sommer |
| Tokiwa-iro (Tiefgrün) | Gold mit Kiefernmuster | Zinnoberrot | Neujahr, Hochzeit als Gast |
| Rikyū-nezumi (Graugrün) | Schwarz oder Dunkelbraun | Kupfer | zurückhaltend, Chanoyu |
Kimono Grün Ton-in-Ton tragen
Eine Kombination aus zwei oder drei Grüntönen ist erlaubt, wenn sich die Töne in Helligkeit deutlich unterscheiden. Ein grüner Kimono in Koke-iro mit einem Obi in Wakaba-iro wirkt wie ein Waldboden mit jungem Farn; ein Kimono in Moegi mit einem Obi in Fukamidori kehrt das Verhältnis um. Zwei fast gleiche Grüntöne nebeneinander wirken dagegen wie ein Farbfehler. Ein Gürtel in Weiß oder Naturleinen ist bei westlichen Schnitten der neutrale Ausweg.
Kimono Grün und Gold, Silber und Weiß
Für formelle Anlässe wird Grün fast ausschließlich mit Gold- oder Silberbrokat kombiniert. Gold betont die gelbe Seite des Grüns und wärmt es auf, Silber betont die blaue Seite und kühlt es ab. Weiß ist die neutrale Lösung für den Sommer und für Yukata.
Kimono Grün nach Anlass: Teezeremonie, Alltag, Feier
Der Formalitätsgrad eines Kimono hängt nicht von der Farbe, sondern vom Typ, dem Material und der Zahl der Familienwappen ab. Grün ist dabei in allen Stufen möglich. Der Iromuji, ein einfarbiger Kimono ohne Muster, ist in gedecktem Grün mit einem einzelnen Wappen die klassische Wahl für die Teezeremonie, weil er das Teegeschirr nicht überstrahlt und der Farbe des Matcha verwandt ist. Ein Komon mit kleinem Allover-Muster in Grün eignet sich für Stadt, Theater und Restaurant. Ein Hōmongi mit durchlaufendem Bild in Grün ist Gästekleidung für Hochzeiten und Empfänge.
- Teezeremonie: Iromuji in Matcha-iro, Rikyū-nezumi oder Uguisu-iro, Nagoya-Obi in Beige oder Weiß, kein glänzender Brokat.
- Alltag und Stadt: Komon oder Tsumugi in Koke-iro oder Yanagi-iro, Nagoya- oder Hanhaba-Obi.
- Hochzeit als Gast: Hōmongi oder Tsukesage in Hisui-iro oder Tokiwa-iro mit Gold-Fukuro-Obi.
- Seijin-shiki: Furisode in kräftigem Grün mit Shōchikubai- oder Kiku-Muster.
- Sommerfest: Yukata in Grün-Weiß mit Hanhaba-Obi.
Kimono Grün für Damen: Schnitte und Längen
Der traditionelle Damenkimono ist in allen Farben gleich geschnitten: gerade Bahnen aus einem Tanmono, einer Stoffbahn von etwa 36 bis 40 cm Breite und rund 12 bis 13 m Länge, ohne Abnäher, mit angesetzten Ärmeln und einem Kragen, der in der Mitte des Rückens ansetzt. Die Länge des Kimono entspricht der Körpergröße, denn der Überschuss wird beim Anziehen zum Ohashori, der Falte unter dem Obi, hochgenommen. Die Ärmellänge unterscheidet Furisode mit 100 bis 115 cm langen Ärmeln für unverheiratete Frauen von Kimono mit Standardärmeln von etwa 49 cm. Ein grüner Kimono als Furisode ist deshalb eine Farbentscheidung innerhalb eines festen Schnitts.
Kimono Grün in westlichen Schnitten
Außerhalb Japans bezeichnet Kimono häufig eine locker fallende, vorne offene Jacke oder ein Überkleid mit weiten Ärmeln. Diese Modelle haben oft eine Schulternaht, teilweise Seitenschlitze und werden ohne Nagajuban getragen. Als Kimono Jacke Damen reicht ein grünes Modell bis zur Hüfte, als Kimonomantel bis zur Wade, als Strandkimono bis zur Mitte des Oberschenkels oder bis zum Knöchel. Das Grün wirkt je nach Stoff anders: Viskose satter, Baumwolle heller, Satin je nach Lichteinfall gelblicher oder bläulicher.
Kimono Grün für Herren
Herrenkimono sind farblich zurückhaltender als Damenkimono, aber Grün gehört zu den akzeptierten Tönen, sofern er gedeckt ist: Uguisu-iro, Koke-iro, Rikyū-nezumi, Chitose-midori. Helle oder gelbstichige Grüne wie Moegi gelten für erwachsene Männer als ungewöhnlich. Der Herrenkimono wird ohne Ohashori getragen und ist deshalb etwa 25 bis 30 cm kürzer als die Körpergröße. Über dem Kimono folgt für formelle Anlässe ein Haori und ein Hakama. Ein grüner Kimono für Herren wird typisch mit einem Kaku-Obi in Braun, Schwarz oder Beige gebunden; das Haori-himo, die Schnur des Haori, nimmt oft einen helleren Grünton oder Weiß auf. Weitere Angaben zu Schnitt und Größen finden sich unter Kimono Herren.
Kimono Grün für Herren aus Tsumugi und Wolle
Für den Alltag tragen Männer Tsumugi, einen handgewebten Seidenstoff aus vorgefärbten Fäden mit leicht unregelmäßiger Oberfläche, oder Wollkimono, die von den 1950er- bis 1970er-Jahren als günstige Winterkleidung verbreitet waren. In beiden Geweben ergeben Mischungen aus grünen und braunen Fäden ein meliertes Grün, das Flecken und Abrieb kaschiert und ohne Muster auskommt.
Kimono Grün und Teint: sachliche Kriterien
Ob ein Grün zum Teint passt, entscheidet nicht die Helligkeit des Tons, sondern sein Unterton. Gelbstichige Grüne wie Moegi, Matcha-iro und Uguisu-iro harmonieren mit warmen, olivfarbenen oder goldenen Hauttönen. Bläuliche Grüne wie Hisui-iro, Seiji-iro und Aotake-iro schmeicheln kühlen, rosigen Hauttönen. Neutrale Grüne wie Koke-iro und Rikyū-nezumi funktionieren für die meisten Teints, wirken aber bei sehr blasser Haut fahl, wenn kein Kontrast am Kragen gesetzt wird. Hier hilft ein weißer Han-eri, der Kragen des Nagajuban, oder bei westlichen Schnitten ein weißes Top unter dem grünen Kimono. Gerötete Haut wird durch Grün als Komplementärfarbe betont; ein gedeckterer Ton mildert das ab.
Materialien für den Kimono Grün
Das Material bestimmt Glanz, Fall, Saison und Pflege. Die folgende Tabelle vergleicht die gebräuchlichen Gewebe für einen grünen Kimono, traditionell und westlich.
| Material | Gewebe | Saison | Wirkung des Grüns | Pflege |
|---|---|---|---|---|
| Seide | Chirimen (Krepp), Rinzu (Damast) | Oktober bis Mai als Awase | tief, mit weichem Glanz | Reinigung, nicht waschen |
| Seide | Tsumugi (Handgewebe) | ganzjährig außer Hochsommer | matt, meliert | Reinigung |
| Seide | Ro, Sha (Gaze) | Juli, August | hell, transparent | Reinigung |
| Baumwolle | Yukata-Gewebe, Popeline | Sommer | klar, matt | Handwäsche kalt |
| Leinen, Hanf | Asa, Jōfu | Juni bis August | hell, leicht unregelmäßig | Handwäsche, knittert |
| Wolle | Wollkimono, Serge | November bis März | warm, leicht meliert | Reinigung oder Wollprogramm |
| Viskose | Twill, Crêpe | ganzjährig, westliche Schnitte | satt, fließend | Handwäsche, feucht formen |
| Polyester | waschbarer Kimono | ganzjährig | gleichmäßig, oft glänzend | Maschine 30 Grad |
Kimono Grün aus Seide
Seide nimmt Pflanzenfarbstoffe am besten auf, weshalb die historischen Grüntöne ursprünglich Seidenfarben sind. Auf Chirimen mit seiner gekräuselten Oberfläche erscheint Grün dunkler und samtiger als auf glattem Rinzu. Ein Kimono Seide Damen in Grün zeigt deshalb je nach Bindung deutlich unterschiedliche Tiefen bei identischem Farbstoff.
Kimono Grün aus Leinen und Baumwolle
Pflanzenfasern nehmen Gelbfarbstoffe schlechter auf als Seide, weshalb grüne Baumwolle und grünes Leinen aus Naturfärbung eher bläulich oder grau ausfallen. Moderne Färbungen gleichen das aus. Ein Leinen Kimono in Salbei oder Schilfgrün ist der typische Sommerkimono westlicher Schnitte, der Yukata aus Baumwolle das japanische Gegenstück.
Kimono Grün als Strandkimono, Jacke und Morgenmantel
In westlichen Verwendungen tritt der grüne Kimono in drei Funktionen auf. Als Strand Kimono Damen aus Musselin, Viskose oder Chiffon wird er offen über Badekleidung getragen; hier dominieren helle Grüne wie Salbei, Minze und Pistazie, die zu Sand und Wasser passen. Als Kimonojacke aus Baumwolle oder Leinen ersetzt er im Sommer den Cardigan über Jeans oder Kleid. Als Kimono-Morgenmantel aus Satin, Seide oder Baumwolle ist er Hauskleidung; hier reicht die Palette von Jade bis Tannengrün. Mit dem japanischen Kimono teilen alle drei den geraden Schnitt und die weiten Ärmel, nicht aber Länge, Fütterung und Trageregeln.
Kimono Grün waschen: Gelbanteil und Lichtempfindlichkeit
Grün aus zwei Farbstoffen altert ungleichmäßig. Der gelbe Anteil aus Kariyasu, Kihada oder Kuchinashi ist weniger lichtecht als das Indigo. Bei starker Sonneneinstrahlung verblasst zuerst das Gelb, und der grüne Kimono verschiebt sich zu Blaugrau. Das gilt auch für viele synthetische Grüne, die aus gelben und blauen Komponenten gemischt werden. Daraus folgen konkrete Regeln:
- Nie in direkter Sonne trocknen, sondern im Schatten und auf links gedreht.
- Nicht einweichen; bei Baumwolle, Leinen und Viskose kurze Handwäsche in kaltem Wasser mit Feinwaschmittel ohne optische Aufheller.
- Keine Bleichmittel, kein Waschmittel mit Enzymen bei Seide und Wolle.
- Farbtest an der Innennaht: ein feuchtes weißes Tuch andrücken; färbt es grün oder blau ab, nur reinigen lassen.
- Seide grundsätzlich zur Textilreinigung geben oder nach der traditionellen Methode Araihari auftrennen, waschen und neu spannen lassen.
- Bügeln auf links mit Tuch, Seide nur trocken und bei niedriger Temperatur.
Kimono Grün: Flecken behandeln
Wasserflecken auf grüner Seide hinterlassen Ränder, weil sich der Gelbanteil löst und am Rand des Flecks sammelt. Fleckenstellen deshalb nicht punktuell mit Wasser behandeln, sondern die gesamte Stoffbahn gleichmäßig befeuchten oder die Reinigung beauftragen. Fettflecken bei Baumwolle mit Gallseife vorbehandeln.
Kimono Grün lagern und lüften
Grün ist im Lager weniger heikel als Rot oder Violett, aber die Lichtempfindlichkeit des Gelbanteils bleibt. Traditionell liegt der Kimono flach gefaltet in Tatōshi, Umschlägen aus Japanpapier, in einer Kommode aus Paulownienholz (Kiri), das Feuchtigkeit puffert. In Deutschland genügt ein dunkler, trockener Schrank ohne direkte Heizungsnähe. Mottenschutz aus Zedernholz oder Lavendel gehört neben, nicht auf das Gewebe, weil Kampfer und ätherische Öle Flecken hinterlassen können. Ein- bis zweimal im Jahr, traditionell im Herbst beim Mushiboshi, wird der Kimono an einem trockenen Tag einige Stunden im Schatten aufgehängt. Falten werden nach der japanischen Methode Hondatami gelegt, bei der die Nähte übereinanderliegen und keine Knicke durch Muster laufen.
Kimono Grün, Yukata und Haori im Vergleich
Die Farbe Grün kommt in mehreren japanischen Kleidungsstücken vor, die im Deutschen oft alle als Kimono bezeichnet werden. Die folgende Tabelle grenzt sie ab.
| Merkmal | Kimono | Yukata | Haori |
|---|---|---|---|
| Material | Seide, Wolle, Polyester | Baumwolle, Leinen | Seide, Wolle |
| Länge | bis Knöchel, mit Ohashori | bis Knöchel, mit Ohashori | Hüfte bis Oberschenkel |
| Futter | Awase gefüttert, Hitoe ungefüttert | immer ungefüttert | meist gefüttert |
| Darunter | Nagajuban | Hadajuban oder nichts | über dem Kimono |
| Verschluss | Obi | Hanhaba-Obi | Haori-himo, vorne offen |
| Saison | ganzjährig nach Gewebe | Sommer | Herbst bis Frühling |
| Typisches Grün | Moegi, Koke, Hisui | Aotake, Grün-Weiß | Rikyū-nezumi, Chitose |
Kimono Grün und Haori: die Farbabstimmung
Ein Haori in Grün über einem Kimono in Beige, Grau oder Braun ist eine gängige Kombination für Herbst und Winter. Umgekehrt trägt man über einem grünen Kimono einen Haori in Schwarz, Dunkelbraun oder Grau.
Kimono Grün: Größen und Maße
Japanische Kimono werden nach Körpergröße und Yuki, der Länge von der Rückenmitte bis zum Ärmelsaum, bemessen. Für Damen gilt: Die Kimono-Länge Mitake entspricht der Körpergröße, das Yuki ergibt sich näherungsweise aus Körpergröße mal 0,4 plus 3 cm. Westliche Schnitte verwenden Konfektionsgrößen.
| Körpergröße Damen | Mitake (Länge) | Yuki | Ärmellänge Sodetake | Hüftumfang bis |
|---|---|---|---|---|
| 148 bis 154 cm | 148 bis 154 cm | 62 bis 65 cm | 49 cm | 92 cm |
| 155 bis 161 cm | 155 bis 161 cm | 65 bis 67 cm | 49 cm | 96 cm |
| 162 bis 168 cm | 162 bis 168 cm | 67 bis 70 cm | 49 bis 51 cm | 100 cm |
| 169 bis 175 cm | 169 bis 175 cm | 70 bis 72 cm | 51 cm | 104 cm |
| über 175 cm | Maßanfertigung | 72 cm und mehr | 51 bis 53 cm | Maßanfertigung |
Kimono Grün für Herren: Maße
Beim Herrenkimono wird die Länge ohne Ohashori getragen: Mitake ist Körpergröße minus 25 bis 30 cm, also etwa 145 cm bei 175 cm Körpergröße. Das Yuki liegt bei 70 bis 74 cm, die Ärmellänge bei rund 50 cm.
Kimono Grün in westlichen Größen
Kimonojacken und Strandkimono westlicher Herkunft werden in S bis XL oder als Einheitsgröße angeboten. Maßgeblich ist die Rückenlänge: 70 bis 80 cm für Hüftlänge, 90 bis 110 cm für Midi, 120 bis 140 cm für Maxi. Die Ärmelweite liegt zwischen 30 und 45 cm, die Brustweite ist wegen des offenen Schnitts kaum begrenzend.
Häufige Fragen zu Kimono Grün
Welche Bedeutung hat ein Kimono Grün in Japan?
Grün steht in Japan für Wachstum, Frische und Jugend, weil das Wort Midori ursprünglich junge Triebe bezeichnete. Immergrüne Motive wie Kiefer und Bambus verbinden die Farbe zusätzlich mit langem Leben und Beständigkeit. Eine feste symbolische Bedeutung wie bei Rot oder Weiß gibt es nicht; die Aussage hängt vom Ton ab, von hellem Moegi für Jugend bis zu gedecktem Rikyū-nezumi für die Teezeremonie.
Zu welcher Jahreszeit passt ein Kimono Grün?
Helle Grüne wie Moegi, Wakaba-iro und Yanagi-iro gehören in den Frühling von April bis Juni. Bläuliche Grüne wie Aotake-iro und Hisui-iro sind Sommerfarben für Juli und August. Dunkle Grüne wie Koke-iro und Tokiwa-iro passen in Herbst und Winter. Gedeckte Töne wie Matcha-iro und Rikyū-nezumi gelten als ganzjährig tragbar, vor allem als einfarbiger Iromuji.
Wie wurde ein Kimono Grün traditionell gefärbt?
Durch Überfärben: Der Stoff erhielt zuerst ein Gelb aus Kariyasu-Gras, Korkbaumrinde oder Gardenie, danach einen oder mehrere Tauchgänge im Indigo. Ein kurzer Indigogang über kräftigem Gelb ergab Moegi, mehrere Gänge ergaben Tokiwa oder Fukamidori. Ein einzelner grüner Naturfarbstoff war in Japan nicht verfügbar, weshalb Grün lange als aufwendige Farbe galt.
Welcher Obi passt zu einem Kimono Grün?
Für den Alltag ein Obi in Weiß, Elfenbein, Beige oder Grau; für Wärme ein Obi in Rostrot, Ziegel oder Aprikose als abgeschwächter Komplementärkontrast; für formelle Anlässe Gold- oder Silberbrokat. Obijime und Obiage in Rosa, Violett oder Weinrot setzen den dritten Akzent. Zwei ähnliche Grüntöne direkt nebeneinander sollten vermieden werden.
Ist ein grüner Kimono für Herren üblich?
Ja, sofern der Ton gedeckt ist. Uguisu-iro, Koke-iro, Rikyū-nezumi und Chitose-midori gehören zur klassischen Herrenpalette und werden mit einem Kaku-Obi in Braun oder Schwarz getragen. Helle, gelbstichige Grüne wie Moegi gelten für erwachsene Männer als ungewöhnlich. Für formelle Anlässe kommt ein Haori in Schwarz oder Grau darüber.
Warum verblasst ein Kimono Grün in der Sonne?
Grün besteht fast immer aus einer gelben und einer blauen Komponente. Die gelbe ist bei Pflanzenfarbstoffen und vielen synthetischen Farben weniger lichtecht. In der Sonne verschwindet zuerst das Gelb, das Grün kippt ins Blaugraue. Deshalb sollte ein grüner Kimono im Schatten und auf links getrocknet und dunkel gelagert werden.
Kann ein Kimono Grün in der Maschine gewaschen werden?
Nur wenn er aus Polyester oder ausdrücklich waschbarer Baumwolle besteht. Baumwoll-Yukata, Leinen und Viskose vertragen eine kurze kalte Handwäsche ohne Einweichen. Seide, Wolle und alle Kimono mit Futter, Brokat oder Handbemalung gehören in die Textilreinigung. Vor jeder Wäsche einen Farbtest an einer Innennaht durchführen.
Welche Muster sind typisch für einen Kimono Grün?
Bambus (Take), Kiefer (Matsu) und Bambusgras (Sasa) als grüne Pflanzen selbst, dazu Glyzinie, Schwertlilie und Hortensie im Frühling, Wellen und Libellen im Sommer, Ahorn im Herbst. Für Neujahr und Hochzeiten gilt Shōchikubai, die Kombination aus Kiefer, Bambus und Pflaume, als glückverheißendes Muster auf grünem Grund.
Glossar zum Kimono Grün
- Ai: Indigo; Farbstoff und Färbeverfahren, zweiter Gang beim Grünfärben.
- Ao: altes Farbwort für Blau und Grün zugleich.
- Aotake-iro: Grün des jungen Bambus, bläuliches Sommergrün.
- Awase: gefütterter Kimono für Oktober bis Mai.
- Hitoe: ungefütterter Kimono für Juni und September.
- Hisui-iro: Jadegrün.
- Iromuji: einfarbiger Kimono ohne Muster, häufig für die Teezeremonie.
- Kariyasu: Färbergras, wichtigste Gelbquelle für grüne Färbungen.
- Kasane no Irome: Farbschichtungen der Hoftracht der Heian-Zeit.
- Kasane-zome: Überfärben mit zwei Farbstoffen.
- Koke-iro: Moosgrün.
- Matcha-iro: Grün des Pulvertees, gedecktes Gelbgrün.
- Matsu: Kiefer, Muster für langes Leben.
- Midori: heutiges Wort für Grün, ursprünglich „sprießend“.
- Moegi: helles Gelbgrün junger Triebe.
- Mushiboshi: jährliches Lüften der Kimono im Herbst.
- Ohashori: Falte unter dem Obi, die die Überlänge des Damenkimono aufnimmt.
- Rikyū-nezumi: graugrüner Ton, benannt nach dem Teemeister Sen no Rikyū.
- Ro, Sha: durchsichtige Sommergewebe.
- Shōchikubai: Muster aus Kiefer, Bambus und Pflaume.
- Take: Bambus, Muster für Geradheit und Biegsamkeit.
- Tatōshi: Aufbewahrungsumschlag aus Japanpapier.
- Tokiwa-iro: immergrünes Tiefgrün.
- Uguisu-iro: olivbraunes Grün, nach dem Buschsänger benannt.
- Usumono: Sammelbegriff für die durchsichtigen Sommerkimono.
- Yuki: Maß von der Rückenmitte bis zum Ärmelsaum.
Kimono Grün: das Wichtigste in Kürze
Ein Kimono Grün trägt eine Farbe, die in Japan erst spät ein eigenes Wort bekam und färberisch immer aus Gelb und Blau zusammengesetzt wurde. Die Töne reichen von hellem Moegi über Matcha-iro und Koke-iro bis zu tiefem Tokiwa-iro und sind über ihre Namen an Jahreszeiten gebunden: helle Grüne für den Frühling, bläuliche für den Sommer, dunkle für Herbst und Winter. Bambus und Kiefer sind die passenden Muster, Weiß, Gold und abgeschwächtes Rot die verlässlichen Partner am Obi. Damen und Herren tragen Grün in unterschiedlichen Tönen, aber nach denselben Regeln. Der Gelbanteil macht jeden grünen Kimono lichtempfindlich, weshalb Trocknen im Schatten und dunkle Lagerung wichtiger sind als bei anderen Farben. Wer die verwandten Farbfamilien vergleichen möchte, findet die Indigotöne unter Kimono Blau und die Blütenmuster auf farbigem Grund unter Blumen Kimono.






























































































































