Strand Kimono Damen
Strand Kimono Damen – Ratgeber & Wissenswertes
Ein Strand Kimono ist ein leichtes, vorne offenes Überwurfteil mit weiten Ärmeln, das über Bikini, Badeanzug oder Strandkleid getragen wird. Der Schnitt geht auf den japanischen Kimono zurück, das Kleidungsstück selbst ist jedoch eine westliche Weiterentwicklung: keine Wickelbahnen, kein Obi, kein festgelegtes Anziehritual, sondern ein loses Teil aus dünnem Stoff, das sich in Sekunden überziehen und wieder ausziehen lässt. Typische Materialien sind Viskose, Baumwollvoile, Musselin, Chiffon und Leinenmischungen, also Gewebe, die luftdurchlässig sind und nach dem Kontakt mit Wasser schnell wieder trocknen.
Dieser Text beschreibt, woran sich ein Strandkimono von einem Sommerkimono, einem Pareo oder einem Kaftan unterscheidet, welche Längen und Schnitte üblich sind, wie sich die gängigen Stoffe am Wasser verhalten, was ein dünnes Gewebe an UV-Schutz leisten kann und was nicht, welche Maße in Zentimetern hinter den Größenangaben stehen und wie Salzwasser, Sand und Sonnencreme aus dem Stoff wieder herausgehen. Am Ende stehen Antworten auf häufige Fragen und ein Glossar der verwendeten Begriffe.
Was ist ein Strand Kimono?
Unter einem Strandkimono versteht man im deutschen Sprachgebrauch ein offen getragenes Überteil aus leichtem Stoff, das am Strand, am Pool oder im Badeurlaub über der Bademode liegt. Das Wort setzt sich aus dem Einsatzort und der Schnittform zusammen: Die geraden Bahnen, die weiten Ärmel und die fehlenden Knöpfe verweisen auf den japanischen Kimono, der Zusatz Strand grenzt das Teil vom klassischen Gewand, vom Morgenmantel und von der Kimonojacke für die Stadt ab.
Charakteristisch sind drei Eigenschaften. Erstens ist der Stoff dünn und oft halbtransparent, weil das Teil vor allem Luft und Sonne regulieren soll und nicht wärmen muss. Zweitens fehlt ein fester Verschluss; manche Modelle haben einen dünnen Bindegürtel aus demselben Stoff, die meisten werden schlicht offen getragen. Drittens sind Säume und Ärmel großzügig geschnitten, damit das Teil über nasser Haut nicht klebt und beim Gehen Luft zirkuliert.
Vom japanischen Kimono zum Strandkimono
Der japanische Kimono ist ein knöchellanges Wickelgewand aus geraden Stoffbahnen, das mit einem breiten Gürtel, dem Obi, geschlossen wird. Aus dieser Grundform sind in Europa und Nordamerika seit dem frühen 20. Jahrhundert diverse Hauskleider, Morgenmäntel und später auch Überwürfe für die Freizeit entstanden. Der Strandkimono ist die jüngste und leichteste dieser Ableitungen: Er übernimmt die T-Silhouette und die weiten Ärmel, verzichtet aber auf Futter, Kragenband und Wickeltechnik.
Näher verwandt ist der Strandkimono mit dem Yukata, dem ungefütterten Baumwollkimono, der in Japan im Sommer und nach dem Bad in heißen Quellen getragen wird. Beide bestehen aus einem einlagigen, atmungsaktiven Stoff, beide sind für warme Temperaturen und feuchte Haut gedacht. Der Unterschied liegt in der Länge, im Verschluss und in der Art des Tragens: Ein Yukata wird links über rechts gewickelt und mit einem schmalen Gürtel fixiert, ein Strandkimono fällt offen. Wer sich für das japanische Original interessiert, findet die Details unter Yukata.
Strand Kimono Damen: Schnitte und Längen
Bei Modellen für Damen haben sich drei Längenklassen etabliert, die sich nach der Position des unteren Saums richten. Die Wahl beeinflusst, wie viel Haut bedeckt wird, wie stark der Stoff im Wind arbeitet und wie gut sich das Teil mit anderer Kleidung kombinieren lässt.
Strand Kimono lang: Bis zur Wade oder zum Knöchel
Ein Strand Kimono lang endet zwischen Wadenmitte und Knöchel, gemessen von der Schulternaht sind das je nach Körpergröße etwa 120 bis 140 cm. Diese Länge bedeckt Oberschenkel und Knie, was bei starker Sonne die belastete Hautfläche verkleinert. Der lange Saum benötigt allerdings einen leichten, fließenden Stoff, sonst wirkt das Teil schwer und schlägt beim Gehen gegen die Beine. Seitliche Schlitze von 30 bis 50 cm sind üblich, damit die Schrittlänge nicht eingeschränkt wird. Mehr zu bodennahen Schnitten steht in der Übersicht Kimono Damen lang.
Kimono Strand Damen in mittlerer Länge bis zum Knie
Die mittlere Länge endet knapp über oder auf dem Knie, also bei etwa 90 bis 105 cm Rückenlänge. Sie ist die praktischste Variante für Tage, an denen zwischen Liegen, Schwimmen und Strandpromenade gewechselt wird: lang genug, um über einem Bikini als eigenständiges Kleidungsstück zu wirken, kurz genug, um beim Radfahren oder beim Sitzen auf einer Mauer nicht zu stören.
Kurzer Strandkimono bis zur Hüfte
Kurze Strandkimonos enden auf Hüfthöhe bei rund 60 bis 75 cm. Sie bedecken Schultern, Rücken und Oberarme und lassen die Beine frei. Diese Form wird häufig über Bikini und Shorts oder über einem Badeanzug mit Rock getragen. Wegen der geringen Stofffläche trocknet sie am schnellsten und nimmt in der Strandtasche am wenigsten Platz ein.
Ärmelformen und Silhouetten beim Kimono für Strand
Neben der Länge unterscheiden sich Strandkimonos in der Ärmelform. Der klassische Kimonoärmel ist rechteckig und weit, mit einer Ärmelöffnung von 30 bis 45 cm. Fledermausärmel sind an der Schulter sehr weit geschnitten und laufen zum Handgelenk hin zusammen; sie entstehen, wenn Ärmel und Rumpf aus einem Stück geschnitten sind. Dreiviertelärmel enden zwischen Ellbogen und Handgelenk und halten die Hände frei, was beim Eincremen oder beim Tragen von Kühltaschen praktisch ist.
Bei der Silhouette gibt es den geraden Fall, bei dem Vorder- und Rückenteil rechteckig sind, und den ausgestellten Schnitt, bei dem der Saum breiter ist als die Schulterpartie. Die zweite Variante bewegt sich im Wind stärker, bietet dafür aber mehr Beinfreiheit, ohne dass seitliche Schlitze nötig wären. Eine dritte Form ist der Kimono-Kaftan, bei dem die Vorderseite bis auf einen V-Ausschnitt geschlossen ist und das Teil über den Kopf gezogen wird.
Materialien: Welche Stoffe beim Kimono Strand funktionieren
Am Strand entscheidet das Material über den Nutzen des Kimonos. Ein Stoff, der nass schwer wird, lange feucht bleibt oder Sand festhält, ist ungeeignet, auch wenn er in der Stadt angenehm zu tragen wäre. Vier Kriterien sind maßgeblich: Gewicht pro Quadratmeter, Trocknungsverhalten, Transparenz im nassen Zustand und Empfindlichkeit gegenüber Salz und Chlor.
Strandkimono aus Viskose
Viskose ist eine Regeneratfaser aus Zellulose. Sie fällt weich und fließend, ist kühl auf der Haut und nimmt Farbe sehr gut an, weshalb die meisten bedruckten Strandkimonos aus Viskose bestehen. Nachteile: Nass verliert die Faser an Festigkeit, der Stoff dehnt sich aus und trocknet langsamer als Polyester. Nach dem Waschen kann Viskose um mehrere Prozent einlaufen, wenn sie heiß behandelt wird.
Kimono für Strand aus Baumwollvoile und Musselin
Baumwollvoile ist ein sehr dünnes, leinwandbindiges Gewebe aus feinen Garnen, Musselin ein locker gewebter, leicht gekreppter Baumwollstoff. Beide sind atmungsaktiv, unempfindlich gegen Salzwasser und bei 30 bis 40 Grad waschbar. Musselin knittert stark, was zu seinem Charakter gehört und im Urlaub kaum stört. Ein Überblick über Stoffe dieser Art steht unter Musselin Kimono.
Strandkimono aus Chiffon und Polyester
Polyesterchiffon ist extrem leicht, halbtransparent und trocknet von allen genannten Stoffen am schnellsten. Er nimmt kaum Wasser auf, läuft nicht ein und behält Farben auch nach vielen Waschgängen. Dafür liegt er weniger kühl auf der Haut als Zellulosefasern, weil er Schweiß nicht aufnimmt, und er lädt sich bei trockener Luft elektrostatisch auf.
Strandkimono aus Leinen und Leinenmischungen
Leinen ist reißfest, kühlend und wird durch Waschen weicher. Reines Leinen ist für den Strand allerdings schwerer als Voile oder Chiffon und trocknet mittelschnell. Mischungen aus Leinen und Viskose verbinden die Kühle des Leinens mit dem weicheren Fall der Viskose. Wer die Faser bevorzugt, findet Einzelheiten unter Leinen Kimono.
| Material | Gewicht | Trocknung | Transparenz nass | Pflege |
|---|---|---|---|---|
| Viskose | leicht bis mittel | mittel | hoch | 30 °C Schonwaschgang, liegend trocknen |
| Baumwollvoile | sehr leicht | mittel | mittel bis hoch | 30–40 °C, bügeln möglich |
| Musselin | leicht | mittel | mittel | 30–40 °C, nicht bügeln nötig |
| Polyesterchiffon | sehr leicht | schnell | hoch | 30 °C, knitterarm |
| Leinen/Viskose | mittel | mittel | gering bis mittel | 30 °C, knittert stark |
| Baumwolle gehäkelt | mittel | langsam | gering (Lochmuster) | Handwäsche, liegend trocknen |
UV-Schutz: Was ein Kimono für Strand leisten kann
Ein Kimono für Strand wird oft als Sonnenschutz für Schultern und Rücken getragen. Wie viel UV-Strahlung ein Stoff abhält, hängt von der Dichte des Gewebes, der Farbe, der Faser und davon ab, ob der Stoff trocken oder nass ist. Dicht gewebte, dunkle und trockene Stoffe schützen besser als lockere, helle und nasse. Ein halbtransparenter Chiffon oder ein gehäkelter Baumwollkimono lässt einen erheblichen Teil der Strahlung durch und ersetzt keine Sonnencreme.
In Europa wird der textile Schutzfaktor als UPF nach dem Standard EN 13758 angegeben. Nur Kleidungsstücke, die ausdrücklich mit einem UPF-Wert gekennzeichnet sind, wurden darauf geprüft; ein gewöhnlicher Strandkimono trägt kein solches Label. Als Faustregel gilt: Wenn man den Stoff gegen das Licht hält und die Handkontur deutlich erkennt, ist der Schutz gering. Praktisch heißt das: Ein Strandkimono verlängert die Zeit, bis Schultern und Rücken rot werden, ersetzt aber weder Schatten noch Creme mit hohem Lichtschutzfaktor.
Über dem Bikini: Kombination mit Bademode
Die Kombination aus Kimono und Bikini, etwa mit dem Bikini Kimono, ist die klassische Trageweise am Strand. Der Kimono liegt offen über dem Zweiteiler, die Bikinihose bleibt sichtbar, das Oberteil scheint durch den dünnen Stoff. Bei einfarbigen Bikinis darf der Kimono gemustert sein; bei gemusterter Bademode wirkt ein einfarbiger Kimono ruhiger. Beim Badeanzug gilt dasselbe Prinzip, wobei ein Einteiler mit tiefem Rückenausschnitt unter einem offenen Kimono besonders zur Geltung kommt.
Für den Weg vom Strand zur Strandbar wird der Kimono häufig mit einer kurzen Hose, einem Rock oder einem Jeansshort kombiniert. Der Bikini bleibt darunter, der Kimono übernimmt die Rolle einer luftigen Bluse. Ein dünner Kimono Gürtel in der Taille macht aus dem offenen Überwurf ein Kleid, das auch zum Abendessen taugt.
Strand Kimono schwarz, weiß oder gemustert
Die Farbwahl hat am Strand nicht nur ästhetische, sondern auch praktische Folgen. Ein Strandkimono in Schwarz absorbiert mehr Strahlung als ein weißer, bietet dadurch einen etwas höheren UV-Schutz, erwärmt sich in der Sonne aber auch schneller. Schwarz zeigt Sonnencremeflecken und Salzränder weniger, dafür sichtbar hellen Sand und Fusseln. Weiß und Naturtöne reflektieren Licht, bleiben kühler, sind im nassen Zustand allerdings am transparentesten und brauchen häufigeres Waschen.
Gemusterte Strandkimonos, etwa mit Blumen, Palmenblättern oder Ethnomustern, kaschieren Flecken und Knitter am besten. Mit dem Batikverfahren gefärbte Stoffe zeigen bewusst unregelmäßige Farbverläufe. Wer nach einer bestimmten Farbe sucht, findet Übersichten unter Kimono schwarz, Kimono weiß und Blumen Kimono.
Größen beim Strand Kimono Damen in Zentimetern
Strandkimonos werden häufig in Einheitsgröße oder in zwei bis drei Sammelgrößen angeboten, weil der offene Schnitt keine Passform an Brust oder Taille verlangt. Entscheidend sind die Rückenlänge, die Gesamtbreite von Ärmelsaum zu Ärmelsaum und die Weite am unteren Saum. Die folgende Tabelle nennt übliche Bereiche; sie ersetzt nicht die Maßangabe des jeweiligen Modells.
| Größe | Konfektionsgröße DE | Rückenlänge kurz | Rückenlänge lang | Saumweite | Spannweite Ärmel zu Ärmel |
|---|---|---|---|---|---|
| S | 34–36 | 62–66 cm | 118–124 cm | 110–120 cm | 130–140 cm |
| M | 38–40 | 64–68 cm | 122–128 cm | 116–126 cm | 136–146 cm |
| L | 42–44 | 66–70 cm | 126–132 cm | 122–134 cm | 142–152 cm |
| XL | 46–48 | 68–72 cm | 130–136 cm | 130–142 cm | 148–158 cm |
| Einheitsgröße | 36–44 | 64–70 cm | 120–130 cm | 120–140 cm | 140–150 cm |
Die Rückenlänge wird von der höchsten Stelle der Schulter, dort wo der Kragen ansetzt, senkrecht bis zum Saum gemessen. Die Saumweite ist der Umfang des Kimonos am unteren Rand im flach ausgebreiteten Zustand mal zwei. Für Frauen über 175 cm Körpergröße fällt ein als lang bezeichnetes Modell oft nur bis zur Wade; unter 160 cm kann derselbe Kimono am Boden schleifen.
Passform: Wie ein Strandkimono fallen sollte
Da der Kimono offen getragen wird, gibt es keine enge Passform im klassischen Sinn. Drei Punkte lassen sich dennoch prüfen. Die Schulternaht, sofern vorhanden, sollte auf oder leicht unterhalb des Schulterknochens liegen; bei Fledermausschnitten gibt es keine Naht, dann zählt die Breite über der Brust. Der vordere Saum sollte auf beiden Seiten gleich hoch enden, sonst verrutscht der Kimono beim Gehen. Die Ärmel sollten nicht über die Fingerspitzen reichen, weil nasser Stoff an den Händen stört.
Bei transparenten Stoffen ist zu bedenken, dass der Kimono keine Silhouette formt. Wer eine Betonung der Taille wünscht, wählt ein Modell mit Bindegürtel oder trägt einen separaten Gürtel. Wer möglichst viel Luftzirkulation möchte, lässt das Teil offen und wählt eine Nummer weiter.
Kimono Damen Strand: Tragevarianten mit und ohne Gürtel
Ein Kimono Damen Strand verlangt keine Technik, dennoch gibt es einige Varianten, die das Tragebild verändern. Die folgenden Schritte beschreiben die gebräuchlichste Form mit Bindegürtel.
- Kimono wie eine Jacke über beide Arme ziehen und die vorderen Kanten vor dem Körper zusammenführen.
- Die linke Vorderseite über die rechte legen; die japanische Regel links über rechts ist am Strand nicht verpflichtend, wird aber oft beibehalten.
- Den Gürtel auf Taillenhöhe hinter dem Rücken kreuzen, nach vorne führen und seitlich oder vorne mit einer einfachen Schleife binden.
- Den Stoff oberhalb des Gürtels leicht nach oben ziehen, sodass er locker über dem Bund fällt und nicht spannt.
- Für den Weg ins Wasser die Schleife lösen und den Kimono offen über den Schultern tragen oder ganz ablegen.
Ohne Gürtel wird der Kimono einfach offen getragen. Eine dritte Möglichkeit ist, eine Seite über die Schulter zurückzuschlagen, sodass eine Seite des Körpers frei liegt. Bei Kaftanschnitten entfällt das Binden ganz: Das Teil wird über den Kopf gezogen.
Kimono Strand und Stadt: Kombinationen jenseits der Bademode
Ein leichter Kimono für Strand ist nicht auf den Sand beschränkt. Über einem einfarbigen Trägerkleid ersetzt er die Strickjacke an warmen Abenden; über einem Top mit weiter Leinenhose bildet er eine luftige Schicht für die Stadt; über einem Badeanzug mit Jeans wird er zur Bluse für die Strandpromenade. Der Übergang gelingt am leichtesten mit knielangen Modellen aus blickdichterem Stoff. Für Modelle, die von vornherein für Hitze in der Stadt gedacht sind, gibt es die eigenständige Kategorie Sommer Kimono, die sich in Stoffdichte und Verarbeitung vom Strandkimono unterscheidet.
Strandkimono pflegen: Salzwasser, Sand, Sonnencreme
Drei Dinge belasten den Stoff am Strand: Salz oder Chlor, Sand in den Fasern und Fettflecken von Sonnencreme. Alle drei lassen sich mit wenig Aufwand entfernen, wenn sie zeitnah behandelt werden.
- Nach dem Strandtag den Kimono in klarem, kaltem Wasser ausspülen, um Salz und Chlor zu entfernen; beide machen Fasern spröde, wenn sie eintrocknen.
- Sand nicht nass auswaschen, sondern den Kimono trocknen lassen und dann ausschütteln; feuchter Sand setzt sich tiefer ins Gewebe.
- Sonnencremeflecken vor dem Waschen mit etwas flüssigem Waschmittel oder Gallseife einreiben und zehn Minuten einwirken lassen; mineralische Filter mit Zinkoxid hinterlassen weiße Schleier, die zweimaliges Waschen brauchen können.
- Nicht in der prallen Sonne trocknen, sondern im Schatten; UV-Strahlung bleicht Viskose und Baumwolle aus.
- Den Kimono nicht feucht in der Strandtasche liegen lassen; nach einigen Stunden entstehen Stockflecken, die sich kaum entfernen lassen.
Strandkimono waschen und trocknen nach Material
Viskose wird bei 30 Grad im Schonwaschgang oder per Hand gewaschen, nicht ausgewrungen, sondern in einem Handtuch ausgedrückt und liegend oder auf einem Bügel im Schatten getrocknet. Nass ist sie empfindlich; kräftiges Reiben führt zu hellen Scheuerstellen. Baumwollvoile und Musselin vertragen 40 Grad und einen kurzen Schleudergang; Musselin wird nicht gebügelt, Voile kann bei mittlerer Temperatur gebügelt werden. Polyesterchiffon wird bei 30 Grad gewaschen und ist nach ein bis zwei Stunden auf dem Bügel trocken; Bügeln ist selten nötig und nur bei niedriger Temperatur möglich. Häkelstoffe aus Baumwolle werden per Hand gewaschen und liegend getrocknet, damit sich die Maschen nicht verziehen.
Wäschetrockner sind für alle genannten Stoffe ungünstig: Viskose läuft ein, Chiffon kann Falten einbrennen, Häkelware verzieht sich. Der Zeitgewinn ist gering, weil dünne Stoffe an der Luft ohnehin schnell trocknen.
Kimonos Strand-tauglich packen: Volumen und Knitterverhalten
Ein Strandkimono aus Chiffon oder Voile wiegt je nach Länge etwa 100 bis 200 Gramm und lässt sich zu einem Bündel von der Größe einer Faust rollen. Zusammengerollt statt gefaltet, entstehen weniger scharfe Knicke. Musselin und Leinen knittern grundsätzlich; hier hilft es, den Kimono nach dem Auspacken über Nacht im Bad aufzuhängen, wo der Dampf der Dusche die Falten entspannt. Viskose kann an Bügelfalten glänzende Stellen bekommen, wenn sie mit zu heißem Eisen behandelt wird; ein Tuch zwischen Eisen und Stoff verhindert das.
Strandkimono, Pareo, Kaftan und Tunika im Vergleich
Am Strand konkurriert der Kimono mit mehreren anderen Überwürfen, die ähnliche Aufgaben erfüllen. Die Unterschiede liegen in der Konstruktion und im Tragekomfort.
| Teil | Konstruktion | Ärmel | Verschluss | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|
| Strandkimono | genähtes Überteil mit Vorderöffnung | weit, meist Dreiviertel oder lang | offen oder Bindegürtel | schnell an- und ausgezogen, Arme bedeckt |
| Pareo / Sarong | rechteckiges Tuch, nicht genäht | keine | geknotet | vielseitig wickelbar, muss gebunden werden |
| Kaftan | geschlossenes Überteil, über den Kopf | weit, oft kurz | kein Verschluss | blickdichter, weniger Luftzug |
| Strandtunika | geschlossenes Oberteil, hüft- bis knielang | kurz oder ärmellos | oft Schnürung am Ausschnitt | sitzt näher am Körper |
| Strandponcho | Stoffquadrat mit Kopföffnung | keine, Stoff fällt über Arme | kein Verschluss | maximale Luftzirkulation, wenig Form |
Strandkimono, Sommerkimono und Yukata: Die Unterschiede
Die drei Begriffe werden im Alltag vermischt, bezeichnen aber verschiedene Dinge. Der Strandkimono ist das dünnste und offenste der drei Teile; er ist auf Nässe ausgelegt, oft halbtransparent und ohne Futter. Der Sommerkimono ist ein leichter Kimono oder eine leichte Kimonojacke für heiße Tage in der Stadt: blickdichter, meist mit sauberen Nähten, häufig aus Baumwolle, Leinen oder Viskosekrepp, gedacht zum Überziehen über Alltagskleidung. Der Yukata ist ein traditionelles japanisches Gewand aus Baumwolle, knöchellang, mit Obi gebunden und vor allem bei Sommerfesten getragen; er ist ein vollständiges Kleidungsstück, kein Überwurf.
In der Praxis erkennt man einen Strandkimono an drei Merkmalen: am Stoffgewicht, das deutlich unter dem eines Alltagskleidungsstücks liegt, an der Transparenz und an den oft nur gesäumten statt verstürzten Kanten.
Strandkimono nach Saison und Reiseziel
In Deutschland ist der Strandkimono ein Kleidungsstück für die Monate Juni bis September, an Nord- und Ostsee eher als Windschutz über dem Badeanzug als als Sonnenschutz. Wer den Kimono in tropische Regionen mitnimmt, sollte auf sehr schnell trocknende Stoffe achten, weil die Luftfeuchtigkeit das Trocknen verlangsamt. In trockener Hitze, etwa in Südspanien oder Griechenland, sind Baumwolle und Viskose angenehmer, weil sie Schweiß aufnehmen. Für Pool und Hotelanlagen spielt Chlorbeständigkeit eine Rolle: Polyester nimmt Chlor kaum an, Viskose und Baumwolle bleichen bei häufigem Kontakt aus.
Kaufkriterien: Worauf beim Kimono Strand Damen achten
Wer einen Kimono Strand Damen auswählt, kann die Entscheidung an messbaren Punkten festmachen, statt nach dem Bild zu gehen.
- Stoffgewicht: Für heiße Ziele unter 100 g/m², für Nord- und Ostsee dürfen es 120 bis 150 g/m² sein.
- Transparenz: Wer den Kimono auch ohne Bikini darunter tragen will, braucht ein blickdichtes Gewebe oder ein Futter.
- Länge: Rückenlänge in cm mit der eigenen Körpergröße abgleichen, nicht nur die Bezeichnung lang oder kurz.
- Nähte: Französische Nähte oder versäuberte Kanten halten Salzwasser besser stand als offene Overlocknähte.
- Verschluss: Ein angenähter Gürtel geht nicht verloren; ein loser Gürtel lässt sich weglassen.
- Pflegeetikett: Maschinenwaschbar bei 30 Grad ist im Urlaub praktischer als reine Handwäsche.
- Farbe: Dunkle Farben für mehr UV-Schutz, helle für weniger Wärme, Muster für weniger sichtbare Flecken.
Kimono für Strand selbst nähen oder umarbeiten
Der einfache Schnitt macht Kimonos für den Strand zu einem beliebten Nähprojekt. Benötigt werden etwa 2 bis 2,5 Meter Stoff in 140 cm Breite für ein knielanges Modell. Der Grundschnitt besteht aus einem Rückenteil, zwei Vorderteilen und zwei Rechtecken als Ärmel. Alle Kanten werden mit einem schmalen Rollsaum versäubert, die Vorderkanten können mit einem Schrägband eingefasst werden. Ein rechteckiger Sarong lässt sich mit zwei Nähten zu einem ärmellosen Kimono umarbeiten: Das Tuch wird der Länge nach gefaltet, in der Mitte für die Vorderöffnung aufgeschnitten und an den Seiten bis auf Armöffnungen geschlossen.
Häufige Fragen zu Strand Kimono
Welcher Stoff ist für einen Kimono Strand am besten?
Das hängt vom Ziel ab. Für Pool und tropische Feuchtigkeit trocknet Polyesterchiffon am schnellsten und nimmt kein Chlor an. Für trockene Hitze sind Baumwollvoile, Musselin und Viskose angenehmer, weil sie Schweiß aufnehmen und kühl liegen. Wer viel schwimmt und den Kimono häufig nass überzieht, sollte Viskose meiden, weil sie nass an Festigkeit verliert und sich dehnt.
Kann man einen Strandkimono ohne Bikini tragen?
Nur, wenn der Stoff blickdicht ist oder der Kimono ein Futter hat. Die meisten Strandkimonos sind halbtransparent und im nassen Zustand nahezu durchsichtig; sie sind als Überwurf über Bademode oder Unterwäsche konzipiert. Als Kleid für den Abend eignen sich Modelle aus dichter gewebtem Leinen oder Baumwolle mit Bindegürtel, kombiniert mit einem Unterkleid.
Wie lang sollte ein Strand Kimono lang sein?
Ein Strand Kimono lang endet üblicherweise zwischen 120 und 140 cm Rückenlänge und reicht damit bei einer Körpergröße von 165 bis 172 cm bis zur Wade oder zum Knöchel. Wer kleiner ist, wählt 115 bis 120 cm, damit der Saum nicht im Sand schleift; wer größer ist, braucht 135 cm oder mehr, um denselben Effekt zu erreichen.
Schützt ein Kimono für Strand vor Sonnenbrand?
Nur eingeschränkt. Dünne, helle und nasse Stoffe lassen einen großen Teil der UV-Strahlung durch. Ein dunkler, dicht gewebter Kimono verlängert die Zeit bis zur Rötung deutlich, ein weißer Chiffon kaum. Verlässliche Angaben gibt es nur bei Kleidung mit gekennzeichnetem UPF. Sonnencreme unter dem Kimono bleibt notwendig, besonders auf Schultern und Nacken.
Was ist der Unterschied zwischen Kimono Strand und Kaftan?
Der Kimono ist vorne durchgehend offen und wird wie eine Jacke angezogen; der Kaftan ist vorne geschlossen und wird über den Kopf gezogen. Der Kimono lässt mehr Luft an den Körper und ist schneller ausgezogen, der Kaftan sitzt fester, ist blickdichter und braucht keinen Gürtel. Beide haben weite Ärmel und einen geraden Fall.
Wie wasche ich einen Strandkimono mit Sonnencremeflecken?
Fettflecken von Sonnencreme werden vor dem Waschgang mit flüssigem Waschmittel, Gallseife oder Spülmittel eingerieben und einige Minuten liegen gelassen. Danach bei der auf dem Etikett angegebenen Temperatur waschen, meist 30 Grad. Flecken nicht im heißen Trockner fixieren: Ist der Fleck nach dem Waschen noch sichtbar, die Behandlung wiederholen, bevor der Kimono trocknet.
Passt ein schwarzer Strandkimono zu heller Bademode?
Ja, der Kontrast zwischen dunklem Überwurf und hellem Bikini ist eine der häufigsten Kombinationen. Schwarz wirkt vor hellem Sand kräftig, erwärmt sich in der Sonne aber stärker als Weiß. Wer viel in der prallen Sonne liegt, greift zu einem dunklen Kimono aus sehr leichtem Chiffon, der zwar Strahlung absorbiert, aber kaum Wärme speichert.
Kann ein Kimono Damen Strand auch in der Stadt getragen werden?
Ja, sofern der Stoff nicht zu transparent ist. Über einem Top oder Trägerkleid ersetzt der Kimono eine leichte Jacke. Sehr dünne Strandmodelle wirken in der Stadt schnell wie Bademode; hier ist ein etwas dichter gewebter Sommerkimono die passendere Wahl.
Glossar: Begriffe rund um den Strandkimono
- Kimono: Japanisches Wickelgewand aus geraden Stoffbahnen; im westlichen Sprachgebrauch auch Bezeichnung für Überwürfe mit ähnlicher Silhouette.
- Yukata: Ungefütterter Sommerkimono aus Baumwolle, in Japan bei Festen und nach dem Bad getragen.
- Obi: Breiter Gürtel, mit dem Kimono und Yukata geschlossen werden; beim Strandkimono durch einen schmalen Stoffgürtel ersetzt oder weggelassen.
- Haori: Hüft- bis oberschenkellange japanische Jacke, die offen über dem Kimono getragen wird; der westliche Kimono-Überwurf ist ihr am nächsten.
- Voile: Sehr dünnes, leinwandbindiges Gewebe, meist aus Baumwolle, halbtransparent.
- Musselin: Locker gewebter, leicht gekreppter Baumwollstoff mit weichem Griff.
- Chiffon: Hauchdünnes, transparentes Gewebe aus stark gedrehten Garnen, heute meist aus Polyester.
- Viskose: Regeneratfaser aus Zellulose, weich fließend, nass weniger reißfest.
- UPF: Ultraviolet Protection Factor, textiler Sonnenschutzfaktor nach EN 13758.
- Pareo / Sarong: Rechteckiges Wickeltuch, das um Hüfte oder Brust geknotet wird.
- Rollsaum: Sehr schmaler, eingerollter Saum, typisch für dünne Stoffe.
- Fledermausärmel: Ärmel, der an der Schulter sehr weit beginnt und zum Handgelenk hin schmaler wird; Ärmel und Rumpf sind aus einem Stück.
Strand Kimono Damen: Das Wichtigste in Kürze
Ein Strand Kimono ist ein einlagiges, offenes Überteil aus leichtem Stoff, das über Bademode getragen wird und drei Aufgaben erfüllt: Schultern und Rücken bedecken, Luft an den Körper lassen und sich nach dem Baden ohne Umstände überziehen lassen. Die Wahl richtet sich nach Stoff, Länge und Farbe. Chiffon trocknet am schnellsten, Baumwolle und Viskose liegen kühler, Leinen ist am robustesten. Lange Modelle bedecken mehr, kurze trocknen schneller. Dunkle Farben halten mehr UV-Strahlung ab, helle bleiben kühler. Wer nach dem Strandtag Salz ausspült, Sand trocken ausschüttelt und den Kimono im Schatten trocknet, hat über mehrere Sommer ein funktionierendes Kleidungsstück.











































































































































































































































