Kimono Cardigan: Strickjacke mit japanischer Linie
Ein Kimono Cardigan verbindet zwei Kleidungsstücke, die auf den ersten Blick wenig gemeinsam haben: die gestrickte Jacke aus der europäischen Tradition und den geraden, gewickelten Schnitt Japans. Das Ergebnis ist bei diesem Modell eine hüftlange Strickjacke ohne Knöpfe, deren Vorderteile sich überlappen und mit einer Kordel geschlossen werden. Der Kragen ist nicht umgelegt wie bei einem Sakko, sondern als breiter, flacher Streifen gestrickt, der vom Nacken in einer V-Linie bis zum Saum läuft.
Was den Schnitt ausmacht
- Breite Kragenblende, die an einen japanischen Kimono erinnert
- Überlappende Vorderteile, geschlossen per geflochtener Kordel
- Zwei große, aufgesetzte Taschen auf Hüfthöhe
- Tief angesetzte, überschnittene Schultern
- Lange Ärmel mit Umschlag am Bündchen
- Saum mit leicht eingerollter Kante
Strick und Material beim Kimono Cardigan
Laut Produktangabe besteht der Strick aus einer Mischung aus Wolle und Polyester. Genaue Anteile sind nicht angegeben. Die Oberfläche zeigt ein feines, senkrechtes Rippenmuster, das dem Stoff Struktur und eine gewisse Elastizität verleiht. Die Melierung – helle und dunklere Fasern im Wechsel – lässt die Farbe lebendig wirken.
Vorteile der Mischung
- Wolle sorgt für Wärme und ein natürliches Griffgefühl
- Polyester macht den Strick formstabiler und pflegeleichter
- Die Rippenstruktur hält die Form auch nach dem Tragen
Wie warm ist die Jacke?
Der Strick ist kompakt und von mittlerer Stärke. Über einem T-Shirt reicht er für kühle Frühlings- und Herbsttage, im Winter eignet er sich als Zwischenschicht unter einem Mantel oder als Jacke für drinnen.
Kordel und Taschen am Kimono Cardigan
Statt Knöpfen gibt es eine dünne, geflochtene Kordel, die seitlich an der Vorderkante sitzt und zu einer Schleife gebunden wird. Diese asymmetrische Verschlusslösung ist typisch für japanisch inspirierte Jacken wie Noragi oder Samue-Oberteile.
Geschlossen oder offen
Gebunden liegt die Jacke wie ein Wickeloberteil am Körper und wirkt aufgeräumt. Offen getragen fallen die Vorderteile gerade herunter, und die breite Kragenblende rahmt das Shirt darunter ein.
Die aufgesetzten Taschen
Zwei großzügige Taschen sitzen auf Hüfthöhe. Sie sind groß genug für Handy, Schlüssel oder kalte Hände und geben der Strickjacke einen praktischen Workwear-Charakter.
Zwei Farben für den Kimono Cardigan
- Vanillebeige – ein warmes, meliertes Beige mit hellen Ecru-Fasern, wie auf dem Foto
- Grau meliert – ein neutraler, kühlerer Ton, der zu Schwarz, Navy und Denim passt
Das Beige fügt sich in helle, natürliche Garderoben ein. Weitere Modelle in diesem Farbton zeigt die Auswahl beige Kimonos.
Welche Farbe für welchen Kleiderschrank?
Wer viel Braun, Oliv, Creme und Denim trägt, greift zum Vanillebeige; es wirkt warm und weich. Wer eher Schwarz, Anthrazit und kühle Blautöne kombiniert, ist mit Grau meliert besser beraten. Beide Töne sind so zurückhaltend, dass sich die Jacke auch zu gemusterten Hemden oder Blusen tragen lässt.
Größen und Passform: Kimono Cardigan für Damen und Herren
Die Jacke wird in den Größen M, L, XL und 2XL angeboten. Der Schnitt ist bewusst weit und leicht kastig, mit überschnittenen Schultern. Er ist als Unisex-Modell gedacht und wird auf den Fotos von einem Mann getragen.
Größenwahl für Männer
Männer wählen in der Regel ihre übliche Größe. Wer einen ausgeprägten Oversize-Look sucht, nimmt eine Nummer mehr.
Größenwahl für Frauen
Da die kleinste Größe M ist, fällt die Jacke an Frauen meist lässig und etwas weiter aus. Zierliche Figuren wählen M für einen gemütlich-weiten Sitz, der Umschlag an den Ärmeln lässt sich bei Bedarf doppelt legen.
So trägt man einen Kimono Cardigan im Alltag
Männer-Looks
- Über einem weißen T-Shirt zu dunkler Chino und Lederschuhen
- Zu weiter Stoffhose und Sneakern für einen japanisch-minimalistischen Stil
- Über einem feinen Rollkragen, wenn es kälter wird
Weitere Jacken dieser Art für Männer versammelt die Kategorie Kimono-Jacken für Herren.
Frauen-Looks
- Offen über einem Slipdress mit Stiefeletten
- Gebunden zu Straight-Jeans und Loafern
- Über einem Ripp-Top und weiter Culotte in Creme
Passende Modelle für Frauen sind unter Kimono-Jacken für Damen zu finden.
Kimono Cardigan im Homeoffice und auf Reisen
Die Jacke ist ein unaufgeregtes Teil für Tage, an denen Bequemlichkeit und ein ordentlicher Auftritt zusammenkommen müssen.
- Im Videocall über einem schlichten Shirt – gepflegt, aber nicht steif
- Im Zug oder Flugzeug als warme Lage, die sich schnell ausziehen lässt
- Im Café oder Büro als Ersatz für einen Blazer
- Am Wochenende über dem Hoodie statt einer Jacke
Lagenlook für kalte Tage
Weil die Schultern überschnitten sind und der Schnitt weit ist, passt ein Hemd oder dünner Pullover problemlos darunter. Darüber lässt sich ein gerader Wollmantel tragen, solange dieser nicht zu körpernah geschnitten ist. So wird die Strickjacke vom Herbst bis ins Frühjahr zu einer festen Schicht im Wechsel der Temperaturen.
Kimono Cardigan oder Sommerkimono?
Die meisten Kimonojacken bestehen aus leichten, fließenden Webstoffen und sind für warme Monate gedacht. Dieses Strickmodell ist das Gegenstück für die kalte Jahreszeit. Wer die Kimonoform im Sommer tragen möchte, findet mit dem gestreiften Kimono eine luftige Variante mit grafischem Muster. Der Kimono mit Ethno-Muster setzt dagegen auf bunte Bordüren und ist klar ein Teil für Urlaub und Festival.
Strick statt Webstoff
Gestrickte Ware ist dehnbarer, wärmer und weicher im Griff; gewebte Stoffe fallen glatter und luftiger. Beide Materialien verleihen derselben Grundform einen ganz anderen Charakter.
Pflege des Kimono Cardigan
- Im Woll- oder Handwaschprogramm bei 30 °C waschen
- Wollwaschmittel verwenden, keinen Weichspüler
- Nicht auswringen, sondern in einem Handtuch ausdrücken
- Liegend trocknen, damit der Strick nicht in die Länge gezogen wird
- Nicht in den Trockner geben
Knötchen entfernen
An Reibestellen wie Ärmeln und Taschen können sich mit der Zeit kleine Knötchen bilden. Ein Fusselrasierer oder Wollkamm entfernt sie schonend.
Woher der Kimono Cardigan seine Form hat
Die gerade Kragenblende, die Wickelfront und der seitliche Bindeverschluss erinnern an japanische Arbeitsjacken, die früher von Bauern, Handwerkern und Mönchen getragen wurden. Diese Jacken bestanden meist aus Baumwolle oder Hanf. Die moderne Strickversion überträgt die Linie auf einen weichen, warmen Stoff und macht sie so zu einem Basic für die europäische Übergangszeit.
Noragi und Samue als Vorbilder
Der Noragi ist eine kurze Arbeitsjacke mit gerader Kragenblende, der Samue ein zweiteiliges Arbeitsgewand buddhistischer Mönche. Beide werden über Bänder geschlossen, nicht über Knöpfe. Genau dieses Prinzip übernimmt die Strickjacke mit ihrer seitlichen Kordel.
Häufige Fragen zum Kimono Cardigan
Ist die Jacke für Frauen und Männer geeignet?
Ja, der Schnitt ist unisex. Männer tragen sie meist in ihrer normalen Größe, Frauen eher oversized.
Kratzt die Wolle?
Das hängt vom persönlichen Empfinden ab. Durch die Mischung mit Polyester ist der Strick weniger kratzig als reine Schurwolle; über einem Shirt getragen spürt man ihn kaum.
Wie wird die Jacke geschlossen?
Mit einer geflochtenen Kordel, die seitlich zu einer Schleife gebunden wird.
Hat das Modell Taschen?
Ja, zwei aufgesetzte Taschen vorne.
Wie lang ist die Strickjacke?
Sie endet etwa auf Hüfthöhe.
Läuft der Strick beim Waschen ein?
Bei 30 °C im Wollprogramm und liegend getrocknet bleibt die Form in der Regel erhalten. Heißes Wasser und Trockner sollte man vermeiden.