Kimono Paisley: ein kurzes Oberteil im Kimonostil
Der Kimono Paisley ist kein langer Überwurf, sondern ein kurzes Oberteil, das mit seinen Ärmeln und dem Kragenband die Formensprache des Kimonos aufnimmt. Er endet oberhalb der Taille und wird vorne mit zwei Stoffenden verknotet, ähnlich einer Wickelbluse. Das Ergebnis ist ein luftiges Cropped-Teil, das Badebekleidung, Tops und Kleider ergänzt, statt sie zu verdecken.
Das Modell in Stichpunkten
- Sehr kurze Länge, knapp über dem Bauchnabel
- Vorderteile, die in zwei Bindebändern enden
- Extrem weite Ärmel, die seitlich spitz nach unten fallen
- Kragenband mit orangefarbener Bordüre und weißer Bogenkante
- Hauchdünner, transparenter Stoff
Das Paisleymuster des Kimono Paisley
Paisley ist eines der ältesten Ornamente der Textilgeschichte. Die tropfenförmige Figur mit gebogener Spitze, im Deutschen auch Persisches Mandelmuster oder Tropfenmuster genannt, stammt ursprünglich aus Persien und Indien. Über die Kaschmirschals gelangte sie im 19. Jahrhundert nach Europa und wurde in der schottischen Stadt Paisley in großen Mengen gewebt – daher der Name.
Paisley in der Mode des 20. Jahrhunderts
In den Sechzigerjahren erlebte das Ornament eine zweite Blüte. Musiker und Künstler trugen Hemden und Tücher mit großflächigen Paisleys, oft in kräftigen, fast psychedelischen Farben. Seitdem gilt das Muster als fester Bestandteil der Hippie- und Boho-Mode. Der Kimono Paisley knüpft an diese Zeit an, kombiniert das Tropfenornament aber mit weiteren Motiven zu einer freien Collage.
Patchwork statt einheitlicher Fläche
Beim Kimono Paisley ist das Muster nicht gleichmäßig verteilt. Der Stoff wirkt wie aus mehreren Stücken zusammengesetzt: In der Mitte liegen Paisley-Tropfen in Rosa, Türkis und Orange, auf den Schultern große Rosetten mit welligen Kreisen, weiter unten grüne Ranken auf Rosa und ein orangefarbenes Band mit Mäandermuster.
Die Farbpalette
- Terrakotta und Ziegelrot als dominierende Grundfarbe
- Rosa und Altrosa in Rosetten und Blüten
- Flaschengrün in den Rankenfeldern
- Orange in Bordüren und Mäanderband
- Türkis als kleine, kühle Akzente in der Mitte
Material: transparenter Chiffon beim Kimono Paisley
Laut Produktangabe besteht das Teil aus 100 % Polyester. Der Stoff ist ein feiner, durchscheinender Chiffon, der die Haut darunter erahnen lässt. Genau diese Transparenz macht den Reiz des Modells aus: Der Druck schwebt über dem Outfit, statt es zu verdecken.
- Sehr geringes Gewicht, beinahe schwerelos auf den Schultern
- Durchscheinend – wird über Bikini, Top oder Kleid getragen
- Trocknet schnell, praktisch am Strand
- Knitterarm und unkompliziert im Koffer
Was bei Transparenz zu beachten ist
Unter dem Kimono Paisley sollte immer eine Lage getragen werden. Farblich ruhige Unterteile in Weiß, Creme, Schwarz oder Terrakotta lassen das Muster am besten wirken.
Kimono Paisley: Schnitt und Größen
Das Oberteil wird nur in einer Größe angeboten. Möglich ist das, weil der Schnitt extrem weit ist und die Front nicht geknöpft, sondern gebunden wird. Über den Knoten lässt sich regulieren, wie eng das Teil am Oberkörper sitzt.
Welche Größe zu welcher Figur passt
- Bei schmalen Figuren entsteht ein großzügiger, fließender Look
- Bei mittleren Größen sitzt das Teil locker und der Knoten liegt mittig
- Bei größerer Oberweite wird der Knoten etwas tiefer gebunden
Die Ärmelform
Die Ärmel sind im Fledermausstil angeschnitten und laufen an den Enden spitz zu. Hebt man die Arme, entsteht eine fast flügelartige Silhouette – ein Effekt, der besonders beim Tanzen oder im Wind zur Geltung kommt.
Die weiße Bogenkante
Kragen, Ärmelsäume und Unterkante sind mit einer schmalen weißen Borte in Bogenform eingefasst. Sie wirkt wie eine feine Spitze und setzt einen hellen Rand, der das Patchwork optisch zusammenhält und die Konturen des Oberteils nachzeichnet.
Den Kimono Paisley stylen
Strand und Pool
- Über einem Bikini in Terrakotta oder Schwarz
- Zu einem Sarong oder Wickelrock
- Mit Ledersandalen und einem breitkrempigen Hut
Weitere leichte Stücke für Badetage zeigt die Kategorie Strand Kimono Damen.
In der Stadt
- Über einem weißen Tanktop und einer weiten Jeans mit hoher Taille
- Zu einem schwarzen Midirock für einen ruhigen Kontrast
- Mit Holzperlen- oder Goldschmuck
Am Abend
Über einem einfarbigen Slipdress gebunden, verwandelt der Kimono Paisley ein schlichtes Kleid in ein Outfit mit orientalischem Flair.
Kimono Paisley zwischen Bluse und Kimono
Wegen seiner kurzen Länge und der Bindebänder steht der Kimono Paisley einer Bluse näher als einem klassischen Kimono. Weitere Modelle dieser Art bündelt die Kategorie Kimono-Blusen. Vom japanischen Vorbild übernimmt er vor allem die weiten Ärmel und das Kragenband, das wie beim traditionellen Kimono durchgehend an den Vorderkanten verläuft.
Boho statt Japan
Das Muster ist nicht japanisch, sondern verbindet persisch-indische Paisleys mit europäischen Mäanderbändern. Diese Mischung ist typisch für die Boho-Mode, deren Modelle die Kategorie Boho-Kimono zeigt.
Kimono Paisley für Urlaub und Festival
Ein kurzes, transparentes Oberteil ist das ideale Teil für heiße Tage, an denen jede zusätzliche Lage zu viel scheint. Der Kimono Paisley bedeckt Schultern und Oberarme, bleibt aber so leicht, dass er kaum wärmt. In der Strandtasche lässt er sich auf die Größe eines Taschentuchs zusammenfalten.
- Auf dem Festival über einem Bralette und Shorts
- Auf der Bootstour als Sonnenschutz für die Schultern
- Im Strandrestaurant über dem Bikini, damit das Outfit angezogen wirkt
- Auf Städtereisen über einem Trägertop, wenn Schultern bedeckt sein sollen
Mit Schmuck und Accessoires
Weil das Muster schon sehr lebendig ist, reichen wenige, gezielte Accessoires: eine schlichte Goldkette, Creolen oder ein geflochtener Ledergürtel. Zu viele bunte Teile konkurrieren mit dem Patchworkdruck.
Kimono Paisley im Vergleich
Wer eine kimonoartige Form mit asiatischer Anmutung sucht, aber mehr Länge und festeren Stoff bevorzugt, findet im chinesischen Damenkimono eine elegantere Variante. Für einen zurückhaltenden, einfarbigen Überwurf bietet sich die leichte schwarze Jacke an, die sich unkompliziert über fast jedes Outfit legen lässt.
Wann welches Modell?
- Kurz, bunt und transparent – für Strand, Urlaub und Festivals
- Lang und elegant – für Abende und besondere Anlässe
- Einfarbig und dezent – für Büro und Alltag
Pflege für den Kimono Paisley
- Von Hand in lauwarmem Wasser waschen
- Nicht reiben, damit die feinen Fäden des Chiffons nicht ziehen
- Liegend oder auf einem Bügel trocknen
- Falls nötig bei niedriger Temperatur mit einem Tuch dazwischen bügeln
- Getrennt von Kleidung mit Reißverschlüssen oder Haken aufbewahren
Häufige Fragen zum Kimono Paisley
Ist der Kimono Paisley durchsichtig?
Ja, der Chiffon ist bewusst transparent. Er wird deshalb über Bikini, Top oder Kleid getragen.
Wie lang ist das Oberteil?
Es ist kurz geschnitten und endet oberhalb der Taille, etwa auf Höhe des Bauchnabels.
Welche Größe soll ich wählen?
Durch die sehr weiten Ärmel und den Bindeknoten passt das Modell einem breiten Spektrum an Figuren. Wie eng es sitzt, bestimmt der Knoten.
Hat der Kimono Paisley einen Gürtel?
Nein, statt eines separaten Gürtels enden die Vorderteile in Bändern, die vorne verknotet werden.
Kann man den Kimono Paisley offen tragen?
Ja. Offen fallen die Vorderteile locker nach unten und die Bänder hängen frei. So wirkt das Teil eher wie ein kurzer Bolero.
Woher kommt der Name Paisley?
Von der schottischen Stadt Paisley, in der das ursprünglich persisch-indische Tropfenmuster im 19. Jahrhundert massenhaft gewebt wurde.