Kimono Viskose: Form und erster Eindruck
Dieser Kimono aus Viskose ist ein langer, offener Überwurf, der bei mittlerer Körpergröße bis zum Knöchel reicht. Er hat keinen ausgeprägten Kragen, sondern eine schlichte, gerade Vorderkante, die in den Ausschnitt übergeht. Die Ärmel sind weit und rechteckig und enden etwa in Dreiviertellänge. Ein Bindegürtel aus Bordürenstoff hält den Kimono in der Taille zusammen, wenn man ihn geschlossen tragen möchte. Taschen gibt es nicht.
Die Merkmale kurz zusammengefasst
- Knöchellange, gerade Silhouette
- Offene Front, mit Gürtel zu schließen
- Breite Blütenbordüren an Ärmeln und Saum
- Einlagig, ohne Futter und ohne Taschen
Warum Viskose für einen Kimono so gut passt
Viskose ist eine Zellulosefaser, die aus Holz gewonnen und chemisch zu einem Faden aufbereitet wird. Sie liegt damit zwischen Natur- und Chemiefaser. Laut Produktangabe besteht dieser Kimono vollständig aus Viskose – eine Wahl, die für einen langen Sommerüberwurf viele Vorteile hat.
- Fließender Fall – der Stoff hängt weich und schwingt beim Gehen
- Kühle Haptik – fühlt sich auf der Haut angenehm frisch an
- Feuchtigkeitsaufnahme – nimmt Schweiß besser auf als Polyester
- Matte Oberfläche – der Druck wirkt weich und natürlich
- Leichtes Gewicht – trotz der Länge nicht schwer auf den Schultern
Die Schwächen der Faser
Viskose knittert leichter als Kunstfasern und ist im nassen Zustand empfindlicher. Beim Waschen sollte sie deshalb nicht stark geschleudert oder ausgewrungen werden. Wer das beachtet, hat lange Freude an dem weichen Stoff.
Viskose, Rayon, Modal – was ist der Unterschied?
Rayon ist die im Englischen übliche Bezeichnung für Viskose. Modal und Lyocell sind Weiterentwicklungen derselben Faserfamilie, die etwas reißfester sind. Im Alltag verhalten sich alle ähnlich: weich, kühl und fließend.
Kimono Viskose: Farbe und Muster
Die Grundfarbe wird als sanftes Magenta bezeichnet. In der Realität ist es ein lebendiges Rosaviolett, das je nach Licht eher nach Flieder oder eher nach Pink aussieht. Darauf verteilt sich ein dichtes Streublumenmuster im Liberty-Stil: winzige Blüten in Weiß, Hellrosa und Lila, verbunden durch feine Ranken.
Die Bordüre an Ärmeln und Saum
Am unteren Rand und an den Ärmeln wechselt der Druck auf einen cremeweißen Grund. Dort reihen sich größere Blüten in Pink und Rostorange, begleitet von Blättern in Braun und schmalen lila Streifen. Dieselbe Bordüre findet sich auch auf dem Gürtel, der dadurch hell vom Grundton absticht.
Was der Liberty-Stil bedeutet
Als Liberty-Muster bezeichnet man kleine, dicht gestreute Blumendrucke, benannt nach einem Londoner Kaufhaus, das solche Stoffe seit dem 19. Jahrhundert bekannt gemacht hat. Sie wirken verspielt, romantisch und zugleich unaufdringlich.
Kimono Viskose in Rosa kombinieren
Rosa- und Magentatöne wirken frisch und fröhlich, lassen sich aber gut beruhigen. Weitere Modelle in dieser Farbfamilie zeigt die Kategorie Kimono Rosa.
- Weiß und Creme – nimmt die Bordüre auf
- Jeansblau – unkompliziert und alltagstauglich
- Olivgrün – ein überraschender, harmonischer Kontrast
- Rost und Terrakotta – greift die orangen Blüten auf
- Grau – ruhig und modern
Kimono Viskose: Länge und Größenwahl
Mit seiner knöchellangen Linie gehört das Modell zu den langen Kimonos. Die Weite ist großzügig, damit der Stoff offen fließen kann.
- S: für zierliche Figuren, schmaler Fall
- M: ausgewogen, offen und gegürtet gut tragbar
- L: mehr Weite für Bewegungsfreiheit oder Lagen
Hinweis zur Länge
Bei großen Personen endet der Kimono an der unteren Wade, bei kleinen berührt er fast den Boden. Mit flachen Schuhen wirkt er besonders fließend, mit Keilabsätzen eleganter.
Kimono Viskose am Strand
Über einem Badeanzug verwandelt sich der lange Kimono in einen luftigen Strandmantel. Die Viskose nimmt nach dem Baden Restfeuchtigkeit auf und fühlt sich dabei nicht klamm an. Mehr Modelle für Sonne und Meer versammelt die Kategorie Strand Kimono Damen.
Strandkombinationen
- Offen über einem weißen Badeanzug
- Gegürtet über einem Bikini in Pink oder Lila
- Mit Bastkorb, Strohhut und flachen Sandalen
Kimono Viskose im Alltag und zu Hause
Im Alltag funktioniert der Kimono als leichter Mantel über einfarbigen Teilen. Zu Hause ist er ein bequemer Hausmantel für entspannte Morgen.
Outfits für die Stadt
- Über weißer Jeans und einem cremefarbenen T-Shirt
- Zu einem schlichten Slipdress in Olivgrün
- Mit Culotte und Tanktop in Weiß
Zu Hause
Als Hausmantel über Pyjama oder Nachthemd ist der Kimono leichter als ein klassischer Bademantel und eignet sich deshalb besonders für warme Sommermorgen.
Kimono Viskose und der Boho-Stil
Streublumen, Bordüren und ein fließender, langer Schnitt sind Kennzeichen der Boho-Mode. Der Kimono passt deshalb gut zu Fransentaschen, Lederarmbändern und Sandalen mit Riemchen. Weitere Kimonos dieser Stilrichtung zeigt die Kategorie Boho Kimono. Auch ein Blumenkranz im Haar oder ein Hut mit breiter Krempe passen zu diesem romantischen, leicht nostalgischen Look.
Kimono Viskose im Vergleich zu anderen Schnitten
Ein langer Viskose-Kimono ist in erster Linie ein Sommerteil. Traditionellere japanische Jacken folgen anderen Regeln: Die Haori-Jacke in Pink ist kürzer und wird eher wie eine Jacke über Alltagskleidung getragen. Der Hanten-Kimono wiederum ist ein wattierter Winterkimono aus Japan, der wärmt statt kühlt – das genaue Gegenteil des luftigen Viskose-Überwurfs.
Haori, Hanten und Überwurf
- Haori: kurze bis hüftlange Jacke, traditionell über dem Kimono getragen
- Hanten: gefütterte, warme Jacke für kalte Tage
- Langer Überwurf: moderne, leichte Sommerform
Kimono Viskose und die japanische Tradition
Traditionelle japanische Kimonos wurden aus Seide, Hanf oder Baumwolle gefertigt; für den Sommer gab es besonders leichte, ungefütterte Varianten, die Hitoe genannt werden. Viskose kam erst im 20. Jahrhundert hinzu und wurde in Japan unter dem Namen Jinken, wörtlich „künstliche Seide“, bekannt. Der vorliegende Überwurf übernimmt vom Original die gerade Konstruktion und die weiten Ärmel, verzichtet aber auf Obi und Wickeltechnik.
Ungefüttert wie ein Sommerkimono
Wie der japanische Hitoe ist auch dieses Modell einlagig. Das macht es leicht, luftig und für heiße Tage geeignet – genau der Zweck, für den die Sommerkimonos in Japan einst gedacht waren.
Kimono Viskose: Pflegeanleitung
- Handwäsche oder Feinwaschgang bei höchstens 30 °C
- Mildes Feinwaschmittel verwenden
- Nicht auswringen, nur leicht ausdrücken
- Liegend oder auf einem breiten Bügel trocknen
- Leicht feucht bei mittlerer Temperatur bügeln
Einlaufen vermeiden
Viskose kann bei zu heißer Wäsche etwas einlaufen. Kaltes bis lauwarmes Wasser und das Trocknen an der Luft verhindern das zuverlässig.
Häufige Fragen zum Kimono Viskose
Ist der Stoff durchsichtig?
Die Viskose ist leicht; bei starkem Gegenlicht kann sie etwas durchscheinen. Das dichte Muster deckt im Alltag gut.
Wie lang ist der Kimono?
Bei mittlerer Körpergröße reicht er bis zum Knöchel.
Ist die Farbe eher Pink oder eher Lila?
Dazwischen: ein Rosaviolett, das je nach Licht wärmer oder kühler wirkt.
Kann man den Gürtel abnehmen?
Ja, er ist lose und kann weggelassen oder ausgetauscht werden.
Knittert Viskose stark?
Etwas stärker als Polyester. Aufhängen oder kurzes Dämpfen genügt meist, um den Stoff wieder zu glätten.
Eignet sich der Kimono für Reisen?
Ja. Er wiegt wenig und lässt sich rollen. Weil Viskose etwas knittert, empfiehlt es sich, ihn am Zielort gleich aufzuhängen – über Nacht glätten sich die meisten Falten von selbst.