Kimono Damen
Kimono Damen – Ratgeber & Wissenswertes
Ein Kimono Damen ist im engeren Sinn das traditionelle japanische Frauengewand mit geradem Schnitt, weiten Ärmeln und überkreuzt gebundenem Vorderteil, im weiteren Sinn jedes Kleidungsstück, das diesen Schnitt in westliche Mode übersetzt: von der leichten Kimonojacke über den bodenlangen Seidenkimono bis zum Kimono-Bademantel. Der Begriff deckt damit eine ungewöhnlich große Bandbreite an Formen, Stoffen und Anlässen ab, was den Vergleich einzelner Modelle ohne Grundwissen erschwert. Dieser Text erklärt, woher das Kleidungsstück kommt, welche Typen es gibt, wie sich Schnitte und Materialien unterscheiden, wie ein Kimono angezogen und gebunden wird, welche Maße in Zentimetern üblich sind und wie die Pflege je nach Stoff aussieht.
Behandelt werden außerdem die Abgrenzung zu verwandten Gewändern wie Yukata, Haori oder Jinbei, die Bedeutung von Mustern und Farben, die Einteilung nach Jahreszeiten und objektive Kriterien, nach denen sich ein Damenkimono beurteilen lässt. Ein Glossar der japanischen Fachbegriffe und ein Abschnitt mit häufigen Fragen schließen den Überblick ab.
Kimono Damen: Begriff und Herkunft
Das japanische Wort Kimono setzt sich aus „kiru“ (tragen, anziehen) und „mono“ (Ding, Sache) zusammen und bedeutete ursprünglich schlicht „Kleidung“. Erst mit der Öffnung Japans im 19. Jahrhundert und dem Aufkommen westlicher Kleidung (Yōfuku) wurde der Begriff auf das traditionelle Gewand eingeengt, das in Japan selbst häufig auch Wafuku, also „japanische Kleidung“, genannt wird. Die Grundform ist ein T-förmiges, gerade geschnittenes Gewand aus rechteckigen Stoffbahnen, das vorne links über rechts geschlossen und mit einem Gürtel, dem Obi, gehalten wird.
Charakteristisch ist, dass der Kimono ohne Abnäher, Reißverschluss oder Knöpfe auskommt. Die Passform entsteht ausschließlich durch das Wickeln, Falten und Binden am Körper. Genau dieses Prinzip macht das Gewand vergleichsweise unabhängig von Konfektionsgrößen und erklärt, warum ein einziger Schnitt über Jahrhunderte für sehr unterschiedliche Körperformen verwendet werden konnte.
Kimono für Frauen: Geschichte von der Heian-Zeit bis heute
Die Form des heutigen Frauenkimonos ist das Ergebnis einer mehr als tausendjährigen Entwicklung, in der sich Ärmellänge, Gürtelbreite, Muster und Tragweise mehrfach verändert haben. Drei Epochen sind für das Verständnis besonders wichtig.
Frauen Kimono in der Heian- und Kamakura-Zeit: vom Untergewand zum Hauptgewand
In der Heian-Zeit (794–1185) trugen Frauen des Hofadels das Jūnihitoe, ein Ensemble aus bis zu zwölf übereinanderliegenden Gewändern, deren Farbabfolge an den Säumen sichtbar blieb. Das unterste, gerade geschnittene Kleidungsstück hieß Kosode („kleiner Ärmel“) und galt als Unterwäsche. Mit dem Aufstieg der Kriegerklasse in der Kamakura-Zeit (1185–1333) wurde die Hofkleidung schlichter und praktischer, und das Kosode rückte allmählich nach außen.
Kimono Frauen in der Edo-Zeit: Blüte der Muster und Färbetechniken
In der Edo-Zeit (1603–1868) wurde das Kosode zum Hauptgewand aller Stände. Färbetechniken wie Yūzen, Shibori und Katazome erlebten eine Blüte, die Ärmel wurden länger, und der Obi entwickelte sich von einer schmalen Kordel zu einem breiten, kunstvoll gebundenen Gürtel. Kleiderordnungen des Shogunats regelten, welche Stoffe und Farben welchem Stand erlaubt waren, was zu subtilen Musterungen und zur Wertschätzung von Futter und Innenseiten führte.
Damen Kimonos von der Meiji-Zeit bis heute
Nach 1868 übernahmen Männer im öffentlichen Leben rasch westliche Kleidung, während Frauen den Kimono im Alltag deutlich länger trugen. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg verschwand er weitgehend aus dem täglichen Gebrauch. Heute wird der traditionelle Kimono in Japan überwiegend zu Zeremonien, Festen und Feiertagen getragen; parallel dazu hat sich international eine eigenständige westliche Kimonomode entwickelt, die den Schnitt übernimmt, aber Stoffe, Längen und Tragweisen frei interpretiert.
Damen Kimono: Aufbau und Schnitt
Ein traditioneller Damenkimono wird aus einer einzigen Stoffbahn, dem Tanmono, geschneidert. Diese Bahn ist etwa 36 bis 40 cm breit und rund 12 bis 13 m lang und wird ohne Verschnitt in acht rechteckige Teile zerlegt: zwei Rückenteile, zwei Vorderteile, zwei Ärmel, zwei Vorderblenden (Okumi) sowie der Kragen. Weil alle Nähte gerade verlaufen, lässt sich ein Kimono vollständig auftrennen, waschen und neu zusammensetzen.
Die wichtigsten Teile im Überblick:
- Eri – der Kragen, beim Frauenkimono im Nacken leicht nach hinten gezogen getragen.
- Sode – die Ärmel; ihre Länge (Sodetake) unterscheidet formelle und weniger formelle Modelle.
- Okumi – die schmalen Vorderblenden, die die Überlappung ermöglichen.
- Miyatsukuchi – die Öffnung unter der Achsel, die nur Frauen- und Kinderkimonos haben.
- Furi – der offene Ärmelteil unterhalb der Armöffnung, ebenfalls ein Merkmal des Frauenkimonos.
- Ohashori – die Stofffalte in Hüfthöhe, die entsteht, weil ein Damenkimono länger als die Körpergröße geschnitten ist.
Die Ohashori ist der wichtigste Unterschied zum Herrenkimono: Ein Frauenkimono wird bewusst zu lang gefertigt, beim Anziehen hochgerafft und die überschüssige Länge unter dem Obi zu einer sauberen Falte gelegt. So passt ein Gewand bei unterschiedlichen Körpergrößen und lässt sich später ohne Schneiderarbeit weitergeben. Herrenkimonos werden dagegen exakt in Körperlänge geschnitten; mehr dazu unter Kimono Herren.
Frauen Kimono und Herren Kimono: die Unterschiede
Traditionelle Frauen- und Herrenkimonos unterscheiden sich in mehreren Punkten, die auch bei westlichen Interpretationen teilweise fortleben. Der Frauenkimono hat längere Ärmel mit offener Unterseite (Furi), Achselöffnungen (Miyatsukuchi), wird mit Ohashori getragen und mit einem breiten Obi in Taillenhöhe gebunden. Der Herrenkimono hat kürzere, am Körper angenähte Ärmel, keine Achselöffnungen, wird in Körperlänge geschnitten und mit einem schmalen Kaku-Obi auf Hüfthöhe gebunden. Farben sind bei Männern gedeckter, Muster kleiner oder auf das Futter beschränkt. Bei westlichen Kimonojacken ist der Unterschied meist auf Schnittweite und Farbpalette reduziert; Herrenmodelle sind gerader und kürzer geschnitten.
Kimonos Damen: traditionelle Arten nach Formalität
Die japanische Kimonokultur unterscheidet Damenmodelle vor allem nach Formalitätsgrad, Ärmellänge, Musterverteilung und Familienstand der Trägerin. Die folgende Tabelle fasst die gebräuchlichsten Arten zusammen.
| Art | Merkmale | Formalität | Typischer Anlass |
|---|---|---|---|
| Furisode | Sehr lange, schwingende Ärmel (etwa 100–114 cm), großflächige Muster | Höchste Stufe für unverheiratete Frauen | Volljährigkeitsfeier, Hochzeiten als Gast |
| Kurotomesode | Schwarzer Grund, Muster nur unterhalb der Taille, fünf Familienwappen | Höchste Stufe für verheiratete Frauen | Hochzeit naher Verwandter |
| Irotomesode | Farbiger Grund, Muster unterhalb der Taille, ein bis fünf Wappen | Formell | Feierliche Anlässe, Empfänge |
| Hōmongi | Über die Nähte hinweg durchlaufendes Muster | Halbformell | Besuche, Theater, Feiern |
| Tsukesage | Zurückhaltendere Muster, die nicht über die Nähte laufen | Halbformell | Teezeremonie, Einschulung |
| Iromuji | Einfarbig, ohne Muster, oft mit Webstruktur | Je nach Wappen variabel | Teezeremonie, Trauerfeier in gedeckten Tönen |
| Komon | Kleines, sich wiederholendes Muster über die gesamte Fläche | Informell | Stadtbummel, Restaurant, Alltag |
| Yukata | Ungefütterte Baumwolle, ohne Untergewand | Informell | Sommerfeste, Onsen, Zuhause |
Der Yukata nimmt eine Sonderstellung ein, weil er zwar zur Kimonofamilie gehört, aber als reines Sommer- und Freizeitgewand gilt. Eine ausführliche Darstellung findet sich unter Yukata. Im traditionellen Sinn ist der Formalitätsgrad das erste Auswahlkriterium, noch vor Farbe und Muster.
Kimono für Frauen bei Hochzeit und Trauer: Uchikake, Shiromuku, Mofuku, Michiyuki
Neben den Grundarten gibt es Kimonoformen für eng umrissene Anlässe. Der Uchikake ist ein schwer bestickter, wattierter Überkimono, den die Braut offen über dem eigentlichen Kimono trägt; sein Saum schleift bewusst am Boden. Der Shiromuku ist die vollständig weiße Variante des Brautensembles einschließlich Uchikake, Kimono und Zubehör. Der Mofuku ist der schwarze Trauerkimono ohne Muster mit fünf Wappen, zu dem ausschließlich schwarzer Obi und schwarzes Zubehör getragen werden. Der Michiyuki ist ein Kimonomantel mit rechteckigem Ausschnitt und Knopfleiste, der über dem Kimono als Wetterschutz dient und vor dem Betreten eines Raumes abgelegt wird.
Kimono Damen im westlichen Sinn: Jacke, Cardigan, Kleid
Außerhalb Japans bezeichnet „Kimono“ meist ein westliches Kleidungsstück, das nur einzelne Merkmale des Originals übernimmt: die weiten, angeschnittenen Ärmel, den offenen Wickelschnitt oder den fließenden Fall. Unter Bezeichnungen wie „Kimonos Damen“ oder „Kimonos für Damen“ fasst der Handel daher sehr verschiedene Formen zusammen:
- Kimonojacke – hüft- bis oberschenkellang, offen getragen oder mit Bindegürtel, aus Viskose, Baumwolle, Leinen oder Satin.
- Kimonocardigan – dünner Überwurf aus Chiffon oder Musselin, oft mit Fransen oder Spitze, für Sommer und Strand.
- Kimonomantel – knie- bis bodenlang, häufig aus schwereren Geweben, als Übergangsmantel oder Abendüberwurf.
- Kimonokleid – ein Wickel- oder Tunikakleid mit Kimonoärmeln, Näheres unter Kimono Kleid.
- Kimono-Morgenmantel und Kimono-Bademantel – Hausbekleidung aus Satin, Seide, Frottee oder Waffelpiqué mit Bindegürtel.
Anders als beim traditionellen Gewand sind hier Konfektionsgrößen, Abnäher, Taschen und Seitenschlitze üblich. Wer beide Bedeutungen kennt, kann Produktbeschreibungen besser einordnen: Ein „Kimono“ aus Polyester-Chiffon mit 80 cm Länge ist ein westlicher Überwurf, kein Gewand für die Teezeremonie.
Kimono-Morgenmantel und Kimono-Bademantel
Ein großer Teil der als Kimono verkauften Damenkleidungsstücke ist Hausbekleidung. Der Kimono-Morgenmantel übernimmt Wickelschnitt, Schalkragen oder geraden Kimonokragen und die weiten Ärmel, besteht aber aus Satin, Seide, Viskose oder leichter Baumwolle und reicht meist bis zum Knie oder zur Wade. Er wird über Nachtwäsche oder auf der Haut getragen und mit einem eingenähten oder losen Bindegürtel geschlossen. Der Kimono-Bademantel ist die saugfähige Variante aus Frottee, Waffelpiqué oder Musselin, häufig mit Kapuze oder Taschen, und dient nach dem Duschen oder in der Sauna. Beide unterscheiden sich vom traditionellen Gewand durch angenähte Gürtel, Innenbänder und Konfektionsgrößen.
Der Nagajuban ähnelt äußerlich einem dünnen Morgenmantel, ist aber ein Untergewand, das ausschließlich unter dem Kimono getragen wird und dessen Kragen sichtbar bleibt. Als Hausmantel eignet er sich nicht, weil er weder Gürtel noch Taschen hat und der Stoff auf Sichtschutz durch den darüberliegenden Kimono ausgelegt ist.
Kimono Damen lang oder kurz?
Die Länge ist bei westlichen Modellen das wichtigste Unterscheidungsmerkmal, weil sie Tragegefühl, Anlass und Kombinationsmöglichkeiten bestimmt.
Lange Damen Kimonos: Merkmale und Längen
Als lang gelten Kimonos ab etwa Wadenlänge, in der Praxis 110 bis 150 cm Rückenlänge. Sie fallen wie ein leichter Mantel, betonen die vertikale Linie und eignen sich für Abendanlässe, als Strandüberwurf über Badekleidung oder als Morgenmantel. Fließende Stoffe wie Viskose, Satin und Seide kommen hier am besten zur Geltung. Eine eigene Übersicht bietet Kimono Damen Lang.
Kurzer Kimono für Damen: Merkmale und Längen
Kurze Kimonos enden zwischen Hüfte und Oberschenkelmitte, also bei etwa 60 bis 90 cm Rückenlänge. Sie verhalten sich wie eine leichte Jacke, lassen sich zu Jeans, Röcken und Kleidern tragen und behindern beim Sitzen und Gehen nicht. Details unter Kimono Damen Kurz.
Kleinere Frauen unter etwa 165 cm greifen bei langen Modellen sinnvollerweise zu Längen bis 120 cm, damit der Saum nicht am Boden schleift.
Kimono Frauen: Materialien von Seide bis Viskose
Das Material bestimmt Fall, Atmungsaktivität, Pflegeaufwand und Preisklasse stärker als jedes andere Merkmal. Bei Damenkimonos kommen folgende Fasern regelmäßig vor.
| Material | Eigenschaften | Saison | Pflege |
|---|---|---|---|
| Seide | Weicher Glanz, fließender Fall, temperaturausgleichend, empfindlich gegen Wasser und Licht | Ganzjährig, je nach Webart | Handwäsche kalt oder Reinigung |
| Baumwolle | Atmungsaktiv, saugfähig, robust, knittert | Frühling bis Herbst | Maschinenwäsche 30–40 °C |
| Leinen | Kühlend, fest, ausgeprägte Knitterung, wird mit jeder Wäsche weicher | Sommer | Maschinenwäsche 30–40 °C |
| Viskose | Seidenähnlicher Fall, kühl auf der Haut, nass wenig reißfest | Frühling bis Herbst | Schonwäsche 30 °C, liegend trocknen |
| Satin (Polyester) | Glatte, glänzende Oberfläche, pflegeleicht, wenig atmungsaktiv | Ganzjährig, innen | Schonwäsche 30 °C |
| Musselin | Locker gewebte Baumwolle, leicht, luftig, weich | Sommer | Maschinenwäsche 30–40 °C |
| Samt | Dichter Flor, warm, schwerer Fall | Herbst und Winter | Reinigung oder Handwäsche |
| Chiffon | Transparent, sehr leicht, empfindlich gegen Zug | Sommer | Handwäsche |
Eine eigene Übersicht zur wichtigsten Faser findet sich unter Kimono Seide Damen.
Kimono Damen hochwertig verarbeitet: Webarten und Färbetechniken
Bei traditionellen Seidenkimonos ist nicht nur die Faser, sondern auch die Webart und die Färbemethode entscheidend für Einordnung und Wert.
Wichtige Webarten:
- Chirimen – Seidenkrepp mit feiner Körnung, matt, fällt schwer; Standard für formelle Kimonos.
- Rinzu – Seidendamast mit eingewebtem Ton-in-Ton-Muster, glänzend.
- Tsumugi – aus handgesponnener Seide gewebt, leicht noppig, informell, sehr langlebig.
- Ro und Sha – Dreher- oder Gazegewebe mit durchbrochener Struktur für den Hochsommer.
Traditionelle Färbetechniken:
- Yūzen – Reservefärbung mit Reispaste, ermöglicht malerische, mehrfarbige Motive.
- Shibori – Abbinde- und Faltfärbung, erzeugt körnige oder ringförmige Muster.
- Katazome – Schablonenfärbung, typisch für Komon und Yukata.
- Kasuri – Ikat-Technik, bei der die Fäden vor dem Weben gefärbt werden.
Bei westlichen Kimonos spielen diese Techniken kaum eine Rolle; hier dominieren bedruckte Stoffe. Der Begriff „Print“ ersetzt dann die Färbung, und ein Muster läuft in der Regel nicht über Nähte hinweg.
Damen Kimonos: Muster, Farben und ihre Bedeutung
Muster auf japanischen Kimonos sind selten rein dekorativ. Sie ordnen das Gewand einer Jahreszeit zu, tragen Glückssymbolik oder verweisen auf Literatur und Naturbeobachtung.
- Kirschblüte (Sakura) – Frühling, Vergänglichkeit; wird traditionell nur bis zur Blüte getragen.
- Pflaumenblüte (Ume) – Spätwinter, Ausdauer.
- Chrysantheme (Kiku) – Herbst, langes Leben; als Kaiserwappen besonders angesehen.
- Kranich (Tsuru) – Glück, Treue; häufig auf Hochzeitskimonos.
- Wellen (Seigaiha) – Ruhe und Beständigkeit, ganzjährig einsetzbar.
- Hanfblatt (Asanoha) – Wachstum, traditionell für Kinderkleidung.
- Schildkrötenpanzer (Kikkō) – Langlebigkeit, Schutz.
Farben folgen ähnlichen Regeln: Weiß ist die Farbe der Braut und der Reinheit, Schwarz die der höchsten Formalität, Rot steht für Lebenskraft und Jugend, Indigoblau für den Sommer. Bei westlichen Kimonos entfallen diese Konventionen; hier entscheidet die Farbwahl über Kombinierbarkeit.
Kimono für Damen richtig anziehen: Schritt für Schritt
Das Anlegen eines traditionellen Damenkimonos folgt einer festen Reihenfolge. Westliche Kimonojacken werden dagegen einfach übergezogen; die folgende Anleitung gilt für das vollständige Gewand.
- Unterwäsche und Hadajuban: Zuerst werden das hautnahe Baumwollunterhemd (Hadajuban) und gegebenenfalls ein Unterrock (Susoyoke) angelegt. Ein BH mit Bügeln stört; flache Unterwäsche ist üblich, weil der Kimono eine zylindrische Silhouette anstrebt.
- Nagajuban: Das Untergewand in Kimonoform mit sichtbarem Kragen (Han-eri) wird angezogen und mit einem Koshihimo-Band fixiert. Der Kragen liegt links über rechts.
- Kimono überziehen: Den Kimono über den Nagajuban legen, beide Kragenränder in Höhe des Brustbeins fassen, so dass die Rückennaht mittig sitzt und der Saum zunächst auf dem Boden aufliegt.
- Länge einstellen: Den Kimono so weit anheben, dass der Saum knapp über dem Knöchel endet. Zuerst die rechte Seite (Shitamae) nach links um den Körper legen, dann die linke Seite (Uwamae) darüber. Links liegt immer außen.
- Koshihimo binden: Ein Band in Hüfthöhe fest um den Körper führen und vorne oder seitlich verknoten. Dieses Band hält die Länge.
- Ohashori glätten: Durch die Achselöffnungen greifen, den überschüssigen Stoff nach unten ziehen und die Falte oberhalb des Bandes gleichmäßig glätten, so dass etwa 5 bis 7 cm Falte sichtbar bleiben.
- Kragen richten: Den Kragen im Nacken eine Faustbreit vom Hals lösen (Emon) und vorne in einem flachen V zusammenführen, so dass ein schmaler Streifen des Nagajuban-Kragens sichtbar bleibt.
- Datejime anlegen: Ein breiteres Band unterhalb der Brust glättet die Stofflagen und bereitet die Fläche für den Obi vor.
- Obi binden: Zuletzt wird der Obi angelegt und in der gewählten Bindeform geknotet, Näheres im folgenden Abschnitt.
Ein häufiger Fehler ist das Schließen rechts über links: Diese Richtung ist ausschließlich für die Totenkleidung vorgesehen und wird in Japan als schwerer Verstoß wahrgenommen.
Obi zum Damen Kimono: Gürtel, Breite und Bindungen
Der Obi ist beim Damenkimono wesentlich breiter und länger als beim Herrenkimono. Ein formeller Fukuro-Obi misst etwa 30 cm in der Breite und 420 bis 450 cm in der Länge; ein Nagoya-Obi ist teilweise vorgefaltet und mit rund 360 cm kürzer; ein Hanhaba-Obi ist mit etwa 15 cm Breite halb so breit und wird zu Yukata und Komon getragen.
Verbreitete Bindeformen:
- Otaiko – die „Trommelschleife“, eine kastenförmige Schlaufe am Rücken, Standard für verheiratete Frauen und halbformelle Anlässe.
- Bunko – eine flache Schleife, typisch zum Yukata und für junge Frauen.
- Fukura-suzume – aufwendige Schleifenform zum Furisode.
Zum Obi gehören Hilfsmittel: das Obiita (ein Brett gegen Falten vorne), das Obimakura (ein Kissen für die Otaiko-Form), das Obiage (ein Seidentuch, das das Kissen verdeckt) und das Obijime (eine Kordel, die den Knoten sichert). Bei westlichen Kimonos ersetzt ein schmaler Stoffgürtel oder ein Bindegürtel aus demselben Material den Obi. Eine Übersicht der Gürtelformen bietet Kimono Gürtel.
Zubehör zum Kimono: Nagajuban, Tabi, Zōri und Haori
Zum vollständigen traditionellen Ensemble gehören mehrere Schichten und Accessoires, die außerhalb Japans oft unbekannt sind.
- Hadajuban und Susoyoke – Unterhemd und Unterrock aus Baumwolle, schützen den Kimono vor Schweiß.
- Nagajuban – das Untergewand, dessen austauschbarer Kragen am Hals sichtbar bleibt.
- Koshihimo – zwei bis drei schmale Bänder zum Fixieren.
- Tabi – weiße Zehensocken mit geteiltem großen Zeh.
- Zōri und Geta – Sandalen; Zōri zu formellen Kimonos, Geta aus Holz zum Yukata.
- Haori – die Überjacke, die offen über dem Kimono getragen und mit einer Kordel (Haori-himo) gehalten wird.
Wer nur einen westlichen Kimonoüberwurf trägt, benötigt nichts davon. Für den Yukata reichen Hanhaba-Obi, ein Koshihimo und Geta.
Kimono Damen: Größen und Maße in Zentimetern
Traditionelle Kimonos werden nicht in Konfektionsgrößen, sondern über drei Maße beschrieben: die Gesamtlänge (Mitake), die Ärmelspannweite von Rückenmitte bis Ärmelsaum (Yuki) und die Ärmellänge (Sodetake). Als Faustregel entspricht die Mitake bei Frauen etwa der Körpergröße, weil die Ohashori den Überschuss aufnimmt. Die Yuki ergibt sich aus dem Maß vom Halswirbel über die Schulter bis zum Handgelenk.
| Körpergröße | Mitake (Gesamtlänge) | Yuki (Ärmelspannweite) | Hüftumfang bis | Westliche Größe (Richtwert) |
|---|---|---|---|---|
| 150–158 cm | 150–158 cm | 62–65 cm | ca. 92 cm | 34–36 (S) |
| 158–165 cm | 158–165 cm | 65–68 cm | ca. 98 cm | 38–40 (M) |
| 165–172 cm | 165–172 cm | 68–70 cm | ca. 104 cm | 42–44 (L) |
| 172–180 cm | 172–180 cm | 70–73 cm | ca. 110 cm | 46–48 (XL) |
Westliche Kimonojacken und -mäntel werden dagegen nach Brust- und Hüftumfang wie andere Oberbekleidung gewählt; viele Modelle sind als Einheitsgröße geschnitten und decken durch den weiten Schnitt etwa die Größen 36 bis 44 ab. Für Größen ab 46 gibt es eigens weiter geschnittene Modelle, siehe Kimono Große Größen. Beim Nachmessen eines vorhandenen Kimonos wird flach liegend von der Kragenmitte bis zum Saum (Länge) und von der Rückenmitte bis zum Ärmelende (Yuki) gemessen.
Kimonos Damen nach Jahreszeit: Awase, Hitoe, Usumono
Die japanische Kimonokultur kennt eine feste Einteilung nach Futter und Gewebedichte, die sich am Kalender orientiert. Auch für westliche Modelle ist diese Logik hilfreich, weil sie Stoffwahl und Tragezeit verknüpft.
| Bezeichnung | Aufbau | Tragezeit in Japan | Westliche Entsprechung |
|---|---|---|---|
| Awase | Gefüttert, zwei Stofflagen | Oktober bis Mai | Gefütterter Kimonomantel, Samtkimono |
| Hitoe | Ungefüttert, dichtes Gewebe | Juni und September | Baumwoll- oder Viskosekimono |
| Usumono | Ungefüttert, durchbrochenes Gewebe (Ro, Sha, Leinen) | Juli und August | Musselin-, Leinen- oder Chiffonkimono |
Für die warme Jahreszeit hat sich außerhalb Japans die Bezeichnung Sommerkimono etabliert, die leichte Überwürfe aus Musselin, Leinen und Chiffon zusammenfasst. Für den Winter kommen Samt, gefütterter Satin und Wollmischungen infrage.
Kimono Frauen nach Anlass: vom Alltag bis zur Hochzeit
Die Bandbreite der Anlässe erklärt, warum Damenkimonos so unterschiedlich ausfallen. Die folgende Zuordnung nennt die jeweils gebräuchliche Form.
- Alltag und Büro: Kurze Kimonojacken aus Viskose oder Baumwolle über Shirt und Hose.
- Strand und Urlaub: Lange, transparente Überwürfe aus Chiffon oder Musselin über Bikini oder Badeanzug.
- Festival und Freizeit: Gemusterte Modelle mit Fransen, häufig im Boho-Stil.
- Abendveranstaltung: Lange Seiden- oder Satinkimonos, einfarbig oder mit großflächigem Print.
- Hochzeit: Als Braut ein weißer Brautkimono oder Morgenmantel für die Vorbereitung, als Gast ein farbiger langer Kimono.
- Zuhause: Kimono-Morgenmantel aus Satin oder Baumwolle, Kimono-Bademantel aus Frottee.
- Traditionelle japanische Anlässe: Teezeremonie (Iromuji, Tsukesage), Sommerfest (Yukata), Neujahr und Volljährigkeitsfeier (Furisode).
Kimono, Yukata, Haori und Jinbei: Unterschiede im Vergleich
Im deutschsprachigen Handel werden verschiedene japanische Kleidungsstücke oft pauschal als Kimono bezeichnet. Die folgende Gegenüberstellung nennt die tatsächlichen Unterschiede.
| Gewand | Länge | Material | Verschluss | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|
| Kimono | Knöchellang | Seide, Wolle, Polyester, Baumwolle | Obi, gewickelt | Mit Nagajuban, oft gefüttert |
| Yukata | Knöchellang | Baumwolle, Leinen | Hanhaba-Obi | Ungefüttert, ohne Untergewand, Sommer |
| Haori | Hüft- bis oberschenkellang | Seide, Wolle, Baumwolle | Kordel (Haori-himo) | Offene Überjacke, nicht gewickelt |
| Happi | Hüftlang | Baumwolle | Offen oder schmaler Gürtel | Festjacke mit Wappen oder Schriftzeichen |
| Jinbei | Zweiteiler: kurze Jacke, kurze Hose | Baumwolle, Leinen | Innen- und Außenbänder | Sommerhauskleidung |
| Samue | Zweiteiler: Jacke, lange Hose | Baumwolle, Leinen | Bänder | Arbeitskleidung von Mönchen und Handwerkern |
| Hakama | Knöchellanger Hosenrock | Wolle, Polyester | Bänder | Über dem Kimono getragen, Universitätsabschluss, Kampfkunst |
| Nagajuban | Knöchellang | Seide, Baumwolle, Polyester | Koshihimo | Untergewand, nur der Kragen sichtbar |
Kurz zusammengefasst: Ein Yukata ist ein einfacher Baumwollkimono für den Sommer, ein Haori ist eine Jacke über dem Kimono, Jinbei und Samue sind zweiteilige Hauskleidung, und der Hakama ist eine Hose, die über dem Kimono sitzt.
Kimono Damen richtig pflegen: Waschen und Aufbewahrung
Der Pflegeaufwand hängt vom Material ab. Bedruckte Baumwoll- und Viskosekimonos lassen sich zuhause waschen, traditionelle Seidenkimonos werden dagegen nur gelüftet, punktuell gereinigt oder zum Spezialisten gegeben, der das Gewand auftrennt, die Bahnen wäscht (Araihari) und neu vernäht.
Kimono waschen: Regeln nach Material
- Baumwolle, Leinen, Musselin: Maschinenwäsche bei 30 bis 40 °C, auf links gedreht, bei Leinen ohne Weichspüler; feucht in Form ziehen.
- Viskose: Schonwaschgang bei 30 °C im Wäschenetz, nicht wringen, liegend trocknen, da die Faser nass an Festigkeit verliert.
- Seide: Handwäsche in kaltem Wasser mit Seidenwaschmittel, nicht einweichen, im Handtuch ausdrücken, im Schatten trocknen, feucht von links bügeln.
- Satin aus Polyester: Schonwäsche bei 30 °C, niedrige Schleuderzahl, hängend trocknen.
- Samt: Nicht bügeln, sondern über Dampf aufhängen; bei Baumwollsamt Handwäsche, bei Seidensamt Reinigung.
Traditionelle Kimonos werden nicht auf Bügel gehängt, sondern entlang der Nähte in einer festgelegten Reihenfolge (Hondatami) flach gefaltet und in säurefreiem Papier (Tatōshi) gelagert. Zweimal jährlich werden sie an trockenen Tagen gelüftet (Mushiboshi). Für westliche Kimonojacken genügt ein breiter Bügel; bei Seide und Viskose empfiehlt sich ein gepolsterter Bügel, damit sich keine Schulterbeulen bilden. Mottenschutz aus Zedernholz oder Lavendel ist Naphthalinkugeln vorzuziehen, weil diese den Stoff verfärben können.
Kimono kaufen: objektive Kriterien
Wer einen Kimono sucht, kann Angebote anhand weniger überprüfbarer Merkmale vergleichen, unabhängig von Bildern und Beschreibungstexten.
Kimono Damen hochwertig: Merkmale der Verarbeitung
Die Suchanfrage „Kimono Damen hochwertig“ zielt meist auf Verarbeitungsmerkmale, die sich benennen lassen: gleichmäßige Nähte ohne Fadenzieher, sauber versäuberte Kanten an Saum und Ärmeln, ein Muster, das an den Seitennähten möglichst durchläuft, ein fest angenähter Bindegürtel mit Gürtelschlaufen und ein Futter, das nicht unter dem Saum hervorschaut. Bei bedruckten Stoffen sollte der Druck auch auf der Innenseite erkennbar sein, sonst handelt es sich um einen oberflächlichen Pigmentdruck, der schneller ausbleicht.
Stoffangabe beim Kimono kaufen prüfen
Die Materialzusammensetzung muss in Prozent angegeben sein. „Seidenoptik“ bedeutet Polyester. Bei Viskose ist ein Flächengewicht ab etwa 120 g/m² für Jacken angenehm, bei Musselin sind 100 bis 130 g/m² üblich. Für Strandkimonos ist Transparenz gewollt, für Büromodelle nicht.
Passform und Maße beim Kimono kaufen
Aussagekräftig sind Rückenlänge, Ärmellänge und Brustweite in Zentimetern, nicht die Buchstabenangabe allein. Einheitsgrößen sollten mit einer Umfangsangabe versehen sein. Wer zwischen zwei Größen liegt, wählt bei Kimonos in der Regel die kleinere, weil der Schnitt ohnehin weit ist.
Kimono für Frauen in großen Größen
Der gerade Schnitt ohne Abnäher macht den Kimono in großen Größen grundsätzlich tragbar, sofern die Stoffbreite ausreicht. Traditionelle japanische Kimonos sind für Hüftumfänge bis etwa 100 cm ausgelegt; darüber wird ein breiteres Tanmono (Hirohaba) oder eine zusätzliche Stoffbahn benötigt, damit die Überlappung vorne erhalten bleibt. Westliche Modelle für Größen ab 46 sind in Brust und Hüfte weiter geschnitten, haben längere Ärmel und häufig Seitenschlitze für Bewegungsfreiheit. Fließende Stoffe wie Viskose oder Satin fallen bei weiter Silhouette besser als steife Baumwolle.
Häufige Fragen zu Kimono Damen
Was unterscheidet einen Kimono vom Yukata?
Der Yukata ist ein ungefütterter Kimono aus Baumwolle oder Leinen, der ohne Nagajuban direkt auf der Haut getragen wird und als Sommer- und Freizeitgewand gilt. Ein Kimono im engeren Sinn besteht meist aus Seide, wird über einem Untergewand getragen, ist je nach Jahreszeit gefüttert und deckt alle Formalitätsstufen bis zur Hochzeit ab. Auch der Obi ist beim Yukata schmaler und einfacher gebunden.
Welche Seite liegt beim Kimono oben?
Immer die linke Seite über der rechten, und zwar bei Frauen wie bei Männern. Von vorn betrachtet bildet der Kragen also ein „y“. Die umgekehrte Richtung, rechts über links, ist ausschließlich der Kleidung Verstorbener vorbehalten. Bei westlichen Kimonojacken ohne Verschluss spielt die Richtung keine Rolle, bei Wickelmodellen mit Gürtel wird meist ebenfalls links über rechts geschlossen.
Welche Länge ist für einen Kimono für Damen üblich?
Traditionelle Damenkimonos sind etwa körperlang, also 150 bis 175 cm, und werden mit Ohashori auf Knöchelhöhe gerafft. Westliche Kimonojacken messen meist 60 bis 90 cm Rückenlänge, Kimonomäntel und Strandkimonos 110 bis 150 cm. Kimono-Morgenmäntel liegen dazwischen, typischerweise bei 100 bis 130 cm. Welche Länge passt, hängt von Körpergröße und Anlass ab.
Kann man einen Kimono in der Waschmaschine waschen?
Baumwolle, Leinen, Musselin und Polyester-Satin vertragen den Schonwaschgang bei 30 °C. Viskose ebenfalls, sollte aber liegend trocknen. Seide gehört nicht in die Maschine, sondern wird kalt von Hand gewaschen oder gereinigt. Traditionelle gefütterte Seidenkimonos werden gar nicht zuhause gewaschen. Im Zweifel gibt das eingenähte Pflegeetikett den Ausschlag.
Was trägt man unter einem Frauen Kimono?
Unter dem traditionellen Kimono trägt man Hadajuban und Susoyoke aus Baumwolle sowie darüber den Nagajuban, dessen Kragen sichtbar bleibt. Unter einem Yukata genügt Baumwollunterwäsche oder ein dünnes Unterkleid. Westliche Kimonojacken werden über normaler Kleidung getragen, Kimonokleider wie jedes andere Kleid, Morgenmäntel über Nachtwäsche.
Woran erkennt man einen Kimono Damen aus echter Seide?
Echte Seide fühlt sich zunächst kühl an und erwärmt sich schnell auf Hauttemperatur, hat einen weichen, nicht spiegelnden Glanz und knittert beim Zusammendrücken nur leicht. Die Materialangabe muss „100 % Seide“ lauten; Begriffe wie Seidenoptik, Satin oder Silky bezeichnen in der Regel Polyester. Ein Brenntest an einem losen Faden ergibt bei Seide den Geruch von verbranntem Haar und eine zerbröselnde Asche.
Passt ein Damen Kimono zu jeder Figur?
Der gerade Schnitt liegt nicht am Körper an und ist daher für die meisten Figuren tragbar. Entscheidend sind Länge und Stoffgewicht: Kleinere Frauen wählen kürzere oder maximal wadenlange Modelle, größere Frauen können bodenlange Varianten tragen. Bei weiter Hüfte helfen fließende Stoffe und Seitenschlitze, bei schmalen Schultern ein Bindegürtel in der Taille.
Glossar: japanische Begriffe rund um den Kimono
- Awase – gefütterter Kimono für die kühle Jahreszeit.
- Datejime – breites Band unter dem Obi.
- Eri – Kragen.
- Furisode – Kimono mit sehr langen Ärmeln für unverheiratete Frauen.
- Geta – Holzsandalen.
- Hadajuban – Unterhemd aus Baumwolle.
- Haori – offene Jacke über dem Kimono.
- Hitoe – ungefütterter Kimono.
- Komon – Alltagskimono mit kleinem Rapportmuster.
- Koshihimo – schmales Bindeband.
- Mitake – Gesamtlänge des Kimonos.
- Nagajuban – Untergewand.
- Obi – Gürtel.
- Obiage – Tuch, das das Obikissen verdeckt.
- Obijime – Kordel über dem Obi.
- Ohashori – Stofffalte unter dem Obi.
- Sode – Ärmel.
- Tabi – Zehensocken.
- Tanmono – Stoffballen für einen Kimono.
- Tatōshi – Papierhülle zur Aufbewahrung.
- Tomesode – formeller Kimono verheirateter Frauen.
- Tsumugi – informelle, handgesponnene Seide.
- Usumono – durchbrochener Hochsommerkimono.
- Wafuku – japanische Kleidung im Gegensatz zu Yōfuku.
- Yuki – Ärmelspannweite von Rückenmitte bis Ärmelsaum.
- Yukata – ungefütterter Baumwollkimono für den Sommer.
- Yūzen – Reservefärbetechnik mit Reispaste.
- Zōri – flache Sandalen zu formellen Kimonos.
Kimono Damen: das Wichtigste in Kürze
Ein Kimono Damen kann ein zeremonielles Seidengewand mit jahrhundertealter Formensprache oder ein leichter Überwurf aus Viskose für den Strand sein. Wer die Begriffe kennt, unterscheidet die traditionellen Arten nach Formalität, die westlichen nach Länge und Material, wählt die Größe nach Rückenlänge und Yuki in Zentimetern und richtet die Pflege nach der Faser. Die Regeln des Anziehens, allen voran links über rechts, gelten für das Gewand; für die Kimonojacke gelten die Regeln normaler Oberbekleidung.
































































































































































































































